Kurzes Fell
Bei vielen kurzhaarigen Hunden reicht regelmäßiges Bürsten in größeren Abständen aus. Während des Fellwechsels kann eine häufigere Pflege sinnvoll sein, um lose Haare aus dem Fell zu entfernen.
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Fellpflege im Alltag
Manche Hunde brauchen nur gelegentlich eine gründliche Bürstenrunde, andere deutlich häufiger. Wie oft Sie Ihren Hund bürsten sollten, hängt vor allem von Felllänge, Fellstruktur, Unterwolle und der Jahreszeit ab.
Regelmäßiges Bürsten entfernt lose Haare, hilft dabei, Verfilzungen frühzeitig zu erkennen und gibt Ihnen gleichzeitig die Möglichkeit, Fell und Haut Ihres Hundes aufmerksam im Blick zu behalten.
Die kurze Antwort
Eine feste Regel wie „einmal pro Woche“ passt nicht zu jedem Hund. Während bei kurzem, pflegeleichtem Fell größere Abstände ausreichen können, benötigen langes, dichtes oder zu Verfilzungen neigendes Fell meist deutlich mehr Aufmerksamkeit.
Bei vielen kurzhaarigen Hunden reicht regelmäßiges Bürsten in größeren Abständen aus. Während des Fellwechsels kann eine häufigere Pflege sinnvoll sein, um lose Haare aus dem Fell zu entfernen.
Längeres Fell sollte häufiger kontrolliert und gebürstet werden. Besonders an Stellen mit viel Bewegung oder Reibung können sonst schnell Knoten und Verfilzungen entstehen.
Bei dichter Unterwolle ist regelmäßiges gründliches Ausbürsten besonders wichtig. Während des Fellwechsels kann der Pflegebedarf deutlich zunehmen.
Besonders aufmerksam sein
Knoten entstehen häufig dort, wo Fell aneinanderreibt, viel Bewegung stattfindet oder Feuchtigkeit länger im Fell bleibt. Gerade bei längerem oder dichtem Fell lohnt es sich, diese Bereiche regelmäßig zu kontrollieren.
Das feine Fell hinter und unter den Ohren kann sich schnell verknoten. Kleine Verfilzungen werden hier leicht übersehen, wenn nur oberflächlich über das Fell gebürstet wird.
Durch die ständige Bewegung der Vorderbeine entsteht viel Reibung. Auch Brustgeschirre können das Fell zusätzlich beanspruchen und die Bildung von Knoten begünstigen.
Längeres Fell an Beinen und Pfoten kommt häufig mit Feuchtigkeit, Schmutz und kleinen Pflanzenteilen in Kontakt. Regelmäßiges Kontrollieren und vorsichtiges Durchkämmen ist hier besonders sinnvoll.
Unter Halsband oder Geschirr wird das Fell regelmäßig zusammengedrückt und bewegt. Bei längerem Fell können dadurch unbemerkt Knoten entstehen.
Das Fell ist hier häufig weicher und feiner. Gleichzeitig bewegen sich die Haare bei jedem Schritt gegeneinander, wodurch sich kleine Knoten schnell festsetzen können.
Bei Hunden mit längerer Behaarung sollten auch Rute und Hinterhand regelmäßig kontrolliert werden. Besonders dichtes Fell lässt sich hier leicht nur oberflächlich bürsten.
Das passende Werkzeug
Nicht jede Bürste eignet sich für jedes Fell. Entscheidend sind Felllänge, Dichte, Unterwolle und die Frage, ob das Fell eher glatt, lockig, seidig oder kräftig ist. Mit dem passenden Werkzeug wird die Pflege gründlicher und für Ihren Hund angenehmer.
Eine Zupfbürste eignet sich für viele mittel- bis langhaarige Felltypen. Ihre feinen, gebogenen Metallstifte können lose Haare aufnehmen und dabei helfen, kleinere Knoten vorsichtig zu lösen.
Wichtig ist ein sanfter Umgang ohne starken Druck, damit die Haut nicht unnötig gereizt wird.
Ein Kamm ist besonders hilfreich, um nach dem Bürsten zu kontrollieren, ob das Fell wirklich bis in die Tiefe frei von Knoten ist. Je nach Fell eignen sich unterschiedliche Abstände zwischen den Zinken.
Bleibt der Kamm immer wieder an derselben Stelle hängen, sollte nicht mit Kraft weitergezogen werden.
Bei Hunden mit dichter Unterwolle können geeignete Pflegewerkzeuge helfen, bereits gelöste Unterwolle aus dem Fell zu holen. Besonders während des Fellwechsels kann dies die regelmäßige Pflege erleichtern.
Dabei sollte immer darauf geachtet werden, Deckhaar und Haut nicht durch zu intensives Bürsten zu belasten.
Bei kurzem oder feinem Fell kann eine weichere Bürste ausreichen, um lose Haare und oberflächlichen Schmutz zu entfernen. Viele Hunde empfinden diese Form der Pflege zudem als angenehm.
Auch zum ruhigen Gewöhnen von Welpen an regelmäßige Bürstenpflege kann ein sanftes Werkzeug sinnvoll sein.
Gerade bei langem, dichtem oder lockigem Fell kann eine Kombination verschiedener Werkzeuge sinnvoll sein. Die Bürste übernimmt die eigentliche Fellpflege, während ein Kamm anschließend zeigt, ob auch tiefere Fellschichten frei von Knoten sind.
Schritt für Schritt
Eine gründliche Fellpflege braucht weder Hektik noch besonders viel Kraft. Viel wichtiger sind ein ruhiger Ablauf, das passende Werkzeug und ein systematisches Vorgehen, bei dem keine Fellpartien übersehen werden.
Schritt 1
Wählen Sie einen ruhigen Platz und lassen Sie Ihren Hund zunächst ankommen. Besonders bei jungen oder sensiblen Hunden sind kurze, positive Pflegeeinheiten oft angenehmer als eine lange Bürstensitzung.
Schritt 2
Arbeiten Sie bei längerem oder dichtem Fell nicht nur über die Oberfläche. Teilen Sie das Fell in kleinere Partien und bürsten Sie diese nacheinander vorsichtig durch.
Schritt 3
Kontrollieren Sie besonders die Bereiche hinter den Ohren, unter den Achseln, an Brust und Bauch sowie Beine, Pfoten und alle Stellen unter Halsband oder Geschirr.
Schritt 4
Treffen Sie auf einen Widerstand, ziehen Sie Bürste oder Kamm nicht mit Kraft hindurch. Kleine Knoten lassen sich vorsichtig Stück für Stück bearbeiten. Bei festen oder hautnahen Verfilzungen sollte nicht weiter daran gezogen werden.
Schritt 5
Bei dafür geeigneten Felltypen können Sie anschließend mit einem Kamm prüfen, ob das Fell auch in tieferen Schichten frei durchgängig ist. So lassen sich Stellen entdecken, die beim oberflächlichen Bürsten leicht übersehen werden.
Schritt 6
Beenden Sie die Pflege möglichst in einer ruhigen Situation. Gerade bei Welpen und sensiblen Hunden helfen angenehme, überschaubare Erfahrungen dabei, Bürsten langfristig als normalen Teil des Alltags kennenzulernen.
Wenn das Fell regelmäßig kontrolliert und gepflegt wird, entstehen größere Knoten und Verfilzungen oft gar nicht erst. Gleichzeitig gewöhnt sich Ihr Hund an Berührungen, Bürste und Kamm – und die Fellpflege wird für beide Seiten zur vertrauten Routine.
Wenn besonders viele Haare fliegen
Während des Fellwechsels kann sich der Pflegebedarf deutlich verändern. Besonders Hunde mit dichter Unterwolle verlieren zeitweise große Mengen loser Haare, die sich im übrigen Fell festsetzen können.
Regelmäßiges Bürsten hilft dabei, bereits gelöste Unterwolle aus dem Fell zu holen. Je dichter das Haarkleid ist, desto wichtiger kann eine gründliche Pflege während dieser Zeit werden.
Ein Bürstenrhythmus, der außerhalb des Fellwechsels gut funktioniert, kann vorübergehend nicht mehr ausreichen. In dieser Phase lohnt es sich, das Fell häufiger zu kontrollieren und bei Bedarf öfter zu bürsten.
Viel loses Fell bedeutet nicht, dass immer weitergebürstet werden sollte. Arbeiten Sie ruhig und ohne starken Druck und gönnen Sie Ihrem Hund Pausen, wenn die Pflege länger dauert.
Felltyp, Haltung, Alter und individuelle Haarstruktur beeinflussen, wie deutlich ein Hund sein Fell wechselt. Manche Hunde verlieren innerhalb kurzer Zeit sehr viel Unterwolle, bei anderen verläuft der Wechsel wesentlich unauffälliger.
Besser vermeiden
Regelmäßiges Bürsten ist eine wichtige Grundlage für gepflegtes Fell. Doch nicht nur die Häufigkeit zählt. Auch Technik, Werkzeug und ein ruhiger Umgang entscheiden darüber, wie angenehm und gründlich die Fellpflege für Ihren Hund ist.
Fehler 1
Besonders bei langem oder dichtem Fell kann die Oberfläche gepflegt aussehen, obwohl sich darunter bereits Knoten bilden. Teilen Sie das Fell deshalb abschnittsweise und arbeiten Sie sich vorsichtig durch die tieferen Fellschichten.
Fehler 2
Bleibt Bürste oder Kamm hängen, sollte nicht kräftiger gezogen werden. Das kann für den Hund unangenehm sein und die Haut belasten. Kleine Knoten besser vorsichtig und Stück für Stück bearbeiten.
Fehler 3
Hinter den Ohren, unter den Achseln, an Bauch und Beinen sowie unter Halsband oder Geschirr entstehen besonders leicht Verfilzungen. Diese Bereiche sollten bei jeder Pflegerunde bewusst kontrolliert werden.
Fehler 4
Eine Bürste, die bei einem Felltyp gut funktioniert, muss für einen anderen nicht geeignet sein. Werkzeug und Technik sollten deshalb immer zu Felllänge, Dichte und Unterwolle Ihres Hundes passen.
Fehler 5
Werden kleine Knoten früh erkannt, lassen sie sich häufig noch vorsichtig bearbeiten. Bleibt die Fellpflege dagegen längere Zeit aus, können daraus feste oder hautnahe Verfilzungen entstehen. Regelmäßige kurze Kontrollen sind deshalb oft angenehmer als seltene, sehr lange Pflegesitzungen.
Kurz zusammengefasst
Wie häufig Ihr Hund gebürstet werden sollte, lässt sich nicht mit einer einzigen Zahl beantworten. Kurzes, pflegeleichtes Fell benötigt meist weniger Aufmerksamkeit als langes, dichtes oder zu Verfilzungen neigendes Fell.
Entscheidend ist deshalb der tatsächliche Zustand des Fells. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob sich die Haare gut trennen und ohne starken Widerstand durchbürsten oder durchkämmen lassen. Kleine Knoten sollten möglichst früh entdeckt werden, bevor daraus feste Verfilzungen entstehen.
Während des Fellwechsels oder bei dichter Unterwolle kann vorübergehend häufigeres Bürsten sinnvoll sein. Ebenso kann sich der Pflegebedarf verändern, wenn das Fell länger wird oder durch Geschirr, Feuchtigkeit und viel Bewegung stärker beansprucht wird.
Häufige Fragen
Wie oft und wie intensiv gebürstet werden sollte, hängt immer vom individuellen Fell ab. Diese Antworten geben Ihnen eine praktische Orientierung für den Alltag.
Ja, auch beim Bürsten kommt es auf das richtige Maß an. Zu häufiges oder sehr intensives Bürsten mit ungeeignetem Werkzeug kann Haut und Fell unnötig beanspruchen. Entscheidend sind Felltyp, verwendete Bürste und eine sanfte Technik. Regelmäßige kurze Pflegerunden sind meist sinnvoller als langes und kräftiges Bürsten.
Vor dem Baden sollte das Fell gründlich kontrolliert und möglichst frei von Knoten sein. Vorhandene Verfilzungen können sich durch Wasser und anschließendes Trocknen weiter festsetzen. Je nach Felltyp kann auch nach dem Baden und vollständigen Trocknen ein erneutes vorsichtiges Bürsten sinnvoll sein.
Beginnen Sie mit kurzen, ruhigen Pflegeeinheiten und bearbeiten Sie zunächst Stellen, an denen Ihr Hund Berührungen gut akzeptiert. Bürsten sollte nicht gegen deutlichen Widerstand erzwungen werden. Besonders bei Welpen und sensiblen Hunden können kleine positive Erfahrungen dabei helfen, langsam Vertrauen in die Pflegeroutine aufzubauen.
Verfilzungen fühlen sich häufig wie feste oder verdichtete Fellbereiche an. Bei längerem Fell können sie unter einer gepflegt wirkenden Oberfläche verborgen sein. Kontrollieren Sie deshalb besonders Ohren, Achseln, Bauch, Beine und Bereiche unter Halsband oder Geschirr und prüfen Sie vorsichtig, ob sich das Fell bis in die Tiefe durchkämmen lässt.
Während des Fellwechsels kann deutlich häufigeres Bürsten sinnvoll sein als im restlichen Jahr. Einen festen Rhythmus gibt es jedoch auch hier nicht. Bei Hunden mit viel Unterwolle kann zeitweise eine tägliche Kontrolle sinnvoll sein, während andere Hunde wesentlich weniger Unterstützung benötigen.
Fellpflege passend zu Ihrem Hund
Felllänge, Unterwolle und Fellstruktur bestimmen, wie häufig und intensiv ein Hund gepflegt werden sollte. Elke schaut sich das Fell Ihres Hundes genau an und bespricht mit Ihnen, welche Pflege sinnvoll ist – im Salon und auch für die Zeit zwischen den Terminen.
Gute Fellpflege beginnt nicht erst im Hundesalon.
Mit der passenden Bürste, regelmäßigen Kontrollen und einer
Pflegeroutine, die zu Ihrem Hund passt, können Sie auch zu
Hause viel für ein gepflegtes Fell tun.
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