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Hunderassen & Felltypen

Felltypen beim Hund – welches Fell braucht welche Pflege?

Kurz, lang, glatt, rau, lockig oder mit dichter Unterwolle: Hundefell kann sehr unterschiedlich aufgebaut sein. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Anforderungen an Bürsten, Kämmen, Trimmen und die regelmäßige Pflege.

Die Felllänge allein verrät dabei nur einen Teil. Ein kurzhaariger Hund kann beispielsweise eine ausgeprägte Unterwolle besitzen, während ein langhaariger Hund eine ganz andere Fellstruktur hat. Entscheidend ist deshalb immer das tatsächliche Haarkleid des einzelnen Hundes.

Das Haarkleid verstehen

Welche Felltypen gibt es beim Hund?

Hundefell lässt sich nicht immer eindeutig in eine einzige Kategorie einordnen. Dennoch helfen einige typische Fellgruppen dabei, Struktur und Pflegebedarf besser einzuschätzen.

Kurzhaar

Kurzes, glattes Fell

Das Deckhaar liegt meist relativ dicht am Körper an. Je nach Hund kann darunter wenig, mäßig oder deutlich ausgeprägte Unterwolle vorhanden sein.

Deshalb bedeutet kurzes Fell nicht automatisch, dass kaum Fellpflege notwendig ist.

Langhaar

Langes und feineres Fell

Längeres Fell benötigt häufig regelmäßiges Bürsten und Kämmen, weil sich einzelne Haare leichter miteinander verbinden können.

Besonders an Reibungsstellen sollten kleine Knoten frühzeitig erkannt werden.

Doppelfell

Deckhaar mit Unterwolle

Bei einem doppelschichtigen Haarkleid liegt unter dem Deckhaar eine feinere und meist dichtere Unterwolle. Ihre Menge kann sich im Laufe des Jahres deutlich verändern.

Während des Fellwechsels kann deshalb zusätzliche Pflege notwendig werden.

Rauhaar

Kräftiges, drahtiges Fell

Bei typischem Rauhaar verändert sich die Struktur des Deckhaars im Laufe seines Wachstums. Je nach Felltyp kann fachgerechtes Trimmen zur passenden Pflege gehören.

Dabei wird reifes, bereits lösungsbereites Haar gezielt aus dem Haarkleid gearbeitet.

Locken & Wolle

Lockiges oder wolliges Fell

Lockige und wollige Fellstrukturen können lose Haare im Haarkleid zurückhalten. Dadurch kann das Fell von außen gepflegt aussehen, während sich darunter bereits kleine Knoten bilden.

Regelmäßiges Bürsten und gründliches Durchkämmen sind deshalb besonders wichtig.

Mischformen

Nicht jedes Fell passt in eine Schublade

Viele Hunde besitzen Merkmale verschiedener Felltypen. Das gilt besonders für Mischlinge, kann aber auch innerhalb einer Rasse deutlich sichtbar sein.

Die passende Pflege richtet sich deshalb immer nach dem tatsächlich vorhandenen Fell.

Felltyp ist mehr als kurz oder lang.

Für die Fellpflege sind unter anderem Haarstruktur, Dichte, Unterwolle und die Neigung zu Knoten oder Verfilzungen entscheidend. Zwei Hunde mit ähnlich langem Fell können deshalb einen vollkommen unterschiedlichen Pflegebedarf haben.

Individuell betrachten

Die Rasse gibt Hinweise – das tatsächliche Fell entscheidet.

Bestimmte Hunderassen sind für typische Fellstrukturen bekannt. Trotzdem sollte daraus kein starres Pflegeschema abgeleitet werden.

Dichte, Länge und Beschaffenheit des Haarkleids können sich auch innerhalb einer Rasse unterscheiden. Alter, Jahreszeit und individuelle Fellanlage spielen ebenfalls eine Rolle.

Für die richtige Pflege ist deshalb entscheidend, wie sich das Fell Ihres Hundes tatsächlich anfühlt, wie gut es sich durchkämmen lässt und ob Unterwolle, lose Haare oder beginnende Knoten vorhanden sind.

Kurzhaar

Kurzhaar – pflegeleicht bedeutet nicht pflegefrei.

Kurzes Fell gilt häufig als besonders unkompliziert. Tatsächlich lässt es sich meist leichter kontrollieren als langes oder lockiges Fell – ganz ohne regelmäßige Pflege kommt aber auch ein kurzhaariger Hund nicht aus.

01

Lose Haare regelmäßig entfernen

Auch kurzes Deckhaar durchläuft einen natürlichen Haarwechsel. Regelmäßiges Bürsten kann dabei unterstützen, bereits gelöste Haare aus dem Fell aufzunehmen.

02

Auf die Unterwolle achten

Manche kurzhaarigen Hunde besitzen unter dem Deckhaar eine erstaunlich dichte Unterwolle. Während des Fellwechsels kann sich deshalb trotz kurzer Felllänge eine große Menge loser Haare im Haarkleid befinden.

03

Haut und Fell im Blick behalten

Bei kurzem Fell lassen sich Veränderungen häufig gut erkennen. Die regelmäßige Pflege ist deshalb auch eine gute Gelegenheit, Fell und darunterliegende Haut aufmerksam zu betrachten.

Entscheidend ist nicht die Haarlänge, sondern der Fellaufbau.

Ein kurzhaariger Hund mit wenig Unterwolle kann einen ganz anderen Pflegebedarf haben als ein ebenfalls kurzhaariger Hund mit dichtem Doppelfell. Deshalb lässt sich allein aus der Bezeichnung „Kurzhaar“ noch kein fester Pflegerhythmus ableiten.

Kurzhaar mit Unterwolle

Gerade im Fellwechsel kann kurzes Fell überraschend haaren.

Labrador Retriever sind ein typisches Beispiel dafür, dass kurzes Fell keineswegs wenig Haarverlust bedeuten muss. Unter dem kurzen Deckhaar kann eine ausgeprägte Unterwolle liegen.

Löst sich diese saisonal, können über einen längeren Zeitraum große Mengen feiner Haare ausfallen. Regelmäßige kurze Pflegerunden helfen dabei, bereits gelöstes Haar nach und nach aus dem Fell zu arbeiten.

Dabei gilt auch beim Kurzhaar: Es geht nicht darum, möglichst viel Fell herauszuholen. Bürste und Technik sollten zur tatsächlichen Fellstruktur des Hundes passen.

Langhaar

Langhaar – regelmäßiges Bürsten gegen Knoten und Verfilzungen.

Längeres Fell braucht meist mehr Aufmerksamkeit als kurzes Haarkleid. Einzelne Haare können sich leichter miteinander verbinden und kleine Knoten bleiben unter der sichtbaren Felloberfläche häufig zunächst unbemerkt.

01

Nicht nur oberflächlich bürsten

Bei längerem Fell reicht es nicht, lediglich über die äußere Haarschicht zu bürsten. Das Fell sollte abschnittsweise bis in die tieferen Bereiche kontrolliert und vorsichtig durchgearbeitet werden.

02

Problemstellen regelmäßig prüfen

Hinter den Ohren, unter den Achseln, an Brust und Bauch sowie an den Beinen entstehen besonders leicht Knoten. Auch unter Halsband und Geschirr lohnt sich eine regelmäßige Kontrolle.

03

Nach Feuchtigkeit genauer hinsehen

Regen, Baden oder Schwimmen können dazu beitragen, dass sich längere Haare stärker miteinander verbinden. Nach dem Trocknen sollten verfilzungsanfällige Bereiche deshalb besonders aufmerksam kontrolliert werden.

Gepflegt an der Oberfläche bedeutet nicht automatisch knotenfrei.

Gerade bei dichtem Langhaar kann eine Bürste über die äußere Fellschicht gleiten, obwohl sich darunter bereits kleine Knoten befinden. Ein zum Fell passender Kamm hilft dabei zu kontrollieren, ob das Haarkleid tatsächlich bis in die Tiefe frei durchgängig ist.

Regelmäßigkeit zahlt sich aus

Kleine Knoten früh erkennen, bevor daraus Verfilzungen werden.

Bei langem Fell ist eine regelmäßige Pflegeroutine meist angenehmer als seltene, dafür sehr intensive Bürsteneinheiten.

Kontrollieren Sie besonders die Bereiche, in denen viel Bewegung und Reibung entstehen. Kleine Verknotungen lassen sich früh entdeckt häufig noch vorsichtig lösen, bevor sich mehrere Haare zu einer festen Verfilzung verbinden.

Wie häufig gebürstet werden sollte, hängt von Fellstruktur, Felllänge und individuellem Hund ab. Bei sehr verfilzungsanfälligem Fell können kurze Kontrollen und Pflegerunden entsprechend häufiger sinnvoll sein.

Doppelfell

Doppelfell mit Unterwolle – lose Unterwolle richtig entfernen.

Bei Hunden mit Doppelfell besteht das Haarkleid aus Deckhaar und einer feineren Unterwolle. Wie dicht diese innere Fellschicht ausgeprägt ist, unterscheidet sich von Hund zu Hund und kann sich im Laufe des Jahres deutlich verändern.

01

Deckhaar und Unterwolle unterscheiden

Das kräftigere Deckhaar bildet die äußere Fellschicht. Darunter liegt die meist weichere und feinere Unterwolle. Beide gehören zum natürlichen Haarkleid und sollten bei der Pflege gemeinsam betrachtet werden.

02

Gelöste Unterwolle erkennen

Während des Fellwechsels können feine Haarbüschel locker zwischen dem Deckhaar sitzen. Bleibt viel davon im Fell, kann sich das Haarkleid zunehmend dichter und kompakter anfühlen.

03

Behutsam herausarbeiten

Bei der Pflege geht es darum, bereits gelöste Unterwolle passend zur Fellstruktur herauszuarbeiten. Noch fest sitzendes und intaktes Fell sollte nicht unnötig entfernt werden.

Doppelfell kann kurz oder lang sein.

Ein Labrador Retriever besitzt beispielsweise relativ kurzes Deckhaar, während das Doppelfell eines Golden Retrievers oder Australian Shepherds deutlich länger sein kann. Entscheidend ist nicht die Felllänge, sondern der Aufbau aus Deckhaar und Unterwolle.

Besonders im Fellwechsel

Wenn sich die Unterwolle löst, steigt der Pflegebedarf.

Bei vielen Hunden mit Doppelfell verändert sich die Unterwolle saisonal. In Phasen eines stärkeren Fellwechsels können sich innerhalb kurzer Zeit größere Mengen feiner Haare lösen.

Diese Haare fallen nicht bei jedem Hund sofort vollständig aus. Besonders bei dichtem oder längerem Fell können sie zwischen den übrigen Haaren hängen bleiben und sich dort sammeln.

Regelmäßige, kurze Pflegerunden können dann sinnvoller sein als eine einzelne sehr intensive Behandlung. Dabei sollte mit Werkzeugen gearbeitet werden, die tatsächlich zur Fellstruktur des jeweiligen Hundes passen.

Nicht einfach möglichst viel Unterwolle entfernen:
Unterwolle gehört bei Hunden mit Doppelfell zum natürlichen Haarkleid. Ziel der Pflege ist deshalb nicht ein möglichst stark ausgedünntes Fell, sondern das kontrollierte Entfernen bereits gelöster Haare.

Rauhaar

Rauhaar – wann Trimmen statt Scheren sinnvoll ist.

Rauhaariges Fell besitzt eine kräftige, drahtige Struktur. Bei entsprechendem Felltyp kann regelmäßiges Trimmen zur passenden Pflege gehören. Dabei wird reifes, bereits lösungsbereites Deckhaar gezielt aus dem Haarkleid gearbeitet.

01

Reifes Deckhaar erkennen

Bei trimmbarem Rauhaar erreicht das Deckhaar einen Punkt, an dem es sich leichter aus dem Haarfollikel lösen lässt. Ob das Fell bereits trimmbereit ist, lässt sich nicht allein an seiner Länge erkennen.

02

Trimmen statt einfach kürzen

Beim Trimmen wird geeignetes reifes Haar entfernt. Beim Scheren oder Schneiden wird das vorhandene Haar dagegen lediglich gekürzt. Das sind zwei unterschiedliche Pflegemethoden mit unterschiedlichen Zielen.

03

Die Fellstruktur entscheidet

Nicht jeder Hund mit etwas kräftigerem oder struppigem Fell besitzt automatisch ein klassisches Trimmfell. Entscheidend sind Haarstruktur, Fellaufbau und der aktuelle Zustand des Haarkleids.

Rauhaar sollte nicht allein nach der gewünschten Länge beurteilt werden.

Soll das Fell kürzer werden, liegt der Gedanke an Schere oder Schermaschine nahe. Bei einem geeigneten Trimmfell ist jedoch zunächst entscheidend, welche Haare reif und lösungsbereit sind und welche natürliche Fellstruktur erhalten werden soll.

Typische Trimmfelle

Terrier, Schnauzer und Rauhaardackel sind bekannte Beispiele.

Verschiedene rauhaarige Terrier, Schnauzer und Rauhaardackel gehören zu den Hunden, bei denen Trimmen typischerweise Bestandteil der Fellpflege sein kann.

Trotzdem sollte auch innerhalb einer Rasse das tatsächliche Fell betrachtet werden. Struktur, Dichte und Reife des Deckhaars können individuell unterschiedlich ausgeprägt sein.

Deshalb ist ein fester Zeitplan nicht für jeden Hund gleichermaßen passend. Sinnvoller ist es, den Fellzustand regelmäßig zu kontrollieren und den Pflegezeitpunkt daran auszurichten.

Wichtig:
Ob ein Hund getrimmt, geschnitten oder geschoren werden sollte, lässt sich nicht allein anhand der Rasse oder Felllänge entscheiden. Im Zweifel sollte zuerst die tatsächliche Fellstruktur beurteilt werden.

Locken & Wollfell

Lockiges und wolliges Fell – warum regelmäßige Pflege besonders wichtig ist.

Lockiges oder wolliges Fell kann lose Haare im Haarkleid zurückhalten. Dadurch fallen sie häufig weniger sichtbar aus, können sich aber mit dem übrigen Fell verbinden und zur Bildung von Knoten und Verfilzungen beitragen.

01

Lose Haare bleiben leichter im Fell

Durch die lockige oder wollige Struktur können sich gelöste Haare zwischen den übrigen Haaren festsetzen. Sie sollten deshalb regelmäßig beim Bürsten und Kämmen aus dem Haarkleid gearbeitet werden.

02

Kleine Knoten können sich schnell verdichten

Verhaken sich einzelne Haare miteinander, können zunächst kleine Knoten entstehen. Bleiben sie unbemerkt, können Bewegung und Reibung dazu führen, dass sich die Stelle zunehmend verdichtet.

03

Die Oberfläche kann täuschen

Ein lockiges Fell kann von außen gleichmäßig und gepflegt aussehen, obwohl darunter bereits kleine Knoten sitzen. Deshalb sollte nicht nur über die sichtbare Felloberfläche gebürstet werden.

Bei Lockenfell ist Durchkämmbarkeit wichtiger als der äußere Eindruck.

Entscheidend ist, ob sich das Fell abschnittsweise bis in die Tiefe ohne starken Widerstand durchkämmen lässt. Eine Bürste allein kann nicht immer zuverlässig zeigen, ob unter der Felloberfläche noch kleine Knoten vorhanden sind.

Regelmäßige Pflegeroutine

Pudel und viele Doodle-Felltypen brauchen konsequente Pflege.

Pudel sind ein bekanntes Beispiel für lockiges Fell mit regelmäßigem Pflegebedarf. Auch bei Labradoodles und Goldendoodles können lockige oder wollige Fellstrukturen auftreten.

Gerade bei Doodles kann das Haarkleid jedoch sehr unterschiedlich ausfallen. Länge, Dichte, Lockenstruktur und Pflegebedarf lassen sich deshalb nicht allein aus der Bezeichnung des Hundes ableiten.

Je dichter und länger das Fell getragen wird, desto wichtiger wird eine konsequente Pflege zu Hause. Kleine, regelmäßige Pflegerunden sind dabei häufig angenehmer als seltene und sehr lange Bürstensitzungen.

Besonders bei Doodles wichtig:
Die Fellstruktur kann individuell sehr unterschiedlich sein. Deshalb sollte die Pflegeroutine nicht allein nach Rassebezeichnung oder einem allgemeinen Zeitplan festgelegt werden, sondern nach Länge, Dichte, Struktur und tatsächlicher Durchkämmbarkeit des Fells.

Pflege im Vergleich

Welcher Felltyp braucht welche Pflege?

Jeder Felltyp stellt andere Anforderungen an die Pflege. Während bei kurzem Fell häufig das Entfernen loser Haare im Vordergrund steht, brauchen langes, lockiges oder wolliges Fell vor allem regelmäßige Kontrolle auf Knoten. Bei Doppelfell und Rauhaar kommen weitere Besonderheiten hinzu.

Kurzhaar

Kurzes, glattes Fell

Typisch:
Kurzes Deckhaar, je nach Hund mit wenig oder deutlich ausgeprägter Unterwolle.

Pflege:
Regelmäßig bürsten und bereits gelöste Haare aus dem Fell aufnehmen.

Besonders beachten:
Auch kurzes Fell kann während des Fellwechsels stark haaren. Bei vorhandener Unterwolle richtet sich die Pflege nicht allein nach der kurzen Haarlänge.

Langhaar

Langes und feineres Fell

Typisch:
Längere Haare, die sich besonders an Reibungsstellen leichter miteinander verbinden können.

Pflege:
Regelmäßig und abschnittsweise bürsten und anschließend mit einem passenden Kamm auf freie Durchgängigkeit prüfen.

Besonders beachten:
Ohren, Achseln, Brust, Bauch, Beine sowie Bereiche unter Halsband und Geschirr auf kleine Knoten kontrollieren.

Doppelfell

Deckhaar mit Unterwolle

Typisch:
Kräftigeres Deckhaar über einer feineren und häufig dichteren Unterwolle.

Pflege:
Bereits gelöste Unterwolle regelmäßig und passend zur Fellstruktur herausarbeiten.

Besonders beachten:
Während des Fellwechsels kann der Pflegebedarf deutlich steigen. Noch fest sitzendes Fell sollte nicht unnötig herausgezogen werden.

Rauhaar

Drahtiges oder kräftiges Deckhaar

Typisch:
Kräftige, eher drahtige Haarstruktur, bei geeigneten Felltypen mit trimmbarem Deckhaar.

Pflege:
Fell regelmäßig kontrollieren und bei entsprechendem Trimmfell reifes, lösungsbereites Deckhaar fachgerecht bearbeiten.

Besonders beachten:
Trimmen und Scheren sind nicht dasselbe. Welche Methode passt, richtet sich nach Fellstruktur und Fellzustand.

Lockenfell

Lockiges oder wolliges Fell

Typisch:
Lockige oder wollige Haare, in denen gelöstes Haar leichter im Haarkleid hängen bleiben kann.

Pflege:
Regelmäßig abschnittsweise bürsten und gründlich durchkämmen.

Besonders beachten:
Die Felloberfläche kann gepflegt aussehen, obwohl sich darunter bereits kleine Knoten oder verdichtete Bereiche befinden.

Mischformen

Fell mit unterschiedlichen Merkmalen

Typisch:
Merkmale verschiedener Felltypen treten gemeinsam auf oder sind nicht eindeutig einer Fellgruppe zuzuordnen.

Pflege:
Bürsten, Kämmen und weitere Pflegeschritte nach der tatsächlich vorhandenen Fellstruktur auswählen.

Besonders beachten:
Nicht nach einer allgemeinen Rassebeschreibung pflegen, sondern Länge, Dichte, Unterwolle und Struktur des einzelnen Hundes berücksichtigen.

Die richtige Pflege beginnt mit der richtigen Einschätzung des Fells.

Ein Pflegewerkzeug oder eine Methode, die bei einem Hund gut funktioniert, muss für einen anderen Felltyp nicht geeignet sein. Entscheidend ist deshalb zunächst die Frage: Wie ist das Fell aufgebaut, was löst sich und wo entstehen Knoten oder Verdichtungen?

Keine starren Pflegepläne

Auch innerhalb eines Felltyps kann der Pflegebedarf unterschiedlich sein.

Die Einteilung in Felltypen bietet eine gute Orientierung. Sie ersetzt aber nicht den Blick auf den einzelnen Hund.

Felllänge, Haardichte, Unterwolle und individuelle Fellstruktur beeinflussen, wie häufig und wie intensiv gepflegt werden sollte. Auch Jahreszeit und aktueller Fellzustand können den Bedarf verändern.

Deshalb ist eine regelmäßige kurze Fellkontrolle oft hilfreicher als ein starrer Zeitplan. Sie zeigt, ob das Fell noch locker und gut durchkämmbar ist oder ob einzelne Bereiche gerade mehr Aufmerksamkeit benötigen.

Individueller Pflegebedarf

Warum die Rasse allein nicht über die Fellpflege entscheidet.

Die Hunderasse liefert wichtige Hinweise darauf, welche Fellstruktur typischerweise zu erwarten ist. Für die passende Pflege reicht der Blick auf die Rasse allein jedoch nicht aus. Entscheidend ist immer das tatsächliche Haarkleid des einzelnen Hundes.

01

Fell kann innerhalb einer Rasse unterschiedlich ausfallen

Länge, Dichte und Beschaffenheit des Haars können sich auch bei Hunden derselben Rasse unterscheiden. Manche besitzen beispielsweise deutlich mehr Unterwolle als andere.

02

Mischlinge verbinden verschiedene Fellmerkmale

Bei Mischlingen können Eigenschaften unterschiedlicher Felltypen zusammentreffen. Kurzes Deckhaar, längere Partien, Unterwolle oder eine besondere Haarstruktur können dabei ganz individuell kombiniert sein.

03

Bei Doodles ist die Fellstruktur besonders variabel

Labradoodle, Goldendoodle und andere Doodle-Mischungen können sehr unterschiedliche Fellstrukturen entwickeln. Das Fell kann stärker gelockt, wellig, wollig oder vergleichsweise glatt ausfallen.

Entsprechend unterschiedlich kann auch der tatsächliche Pflegebedarf sein.

04

Auch der Fellzustand verändert den Pflegebedarf

Jahreszeit, Fellwechsel, Felllänge und der aktuelle Zustand des Haarkleids beeinflussen, wie viel Pflege gerade notwendig ist. Ein sinnvoller Pflegerhythmus kann sich deshalb im Laufe des Jahres verändern.

Rassebeschreibung als Orientierung – Fellkontrolle als Grundlage.

Zu wissen, welcher Felltyp für eine Rasse typisch ist, hilft bei der ersten Einschätzung. Für die konkrete Pflege sollten Sie zusätzlich prüfen, wie dicht das Fell Ihres Hundes ist, ob Unterwolle vorhanden ist, wie gut es sich durchkämmen lässt und ob sich bereits lose Haare oder kleine Knoten sammeln.

Pflege passend zum Hund

Nicht der Rassename bestimmt Bürste, Kamm und Pflegerhythmus.

Empfehlungen wie „diese Rasse einmal pro Woche bürsten“ können eine erste Orientierung geben. Sie ersetzen aber nicht die regelmäßige Kontrolle des tatsächlichen Fellzustands.

Lässt sich das Fell locker bis in die Tiefe durchkämmen, sind keine Verdichtungen vorhanden und lösen sich nur wenige Haare, kann der aktuelle Pflegebedarf geringer sein. Während eines starken Fellwechsels oder bei zunehmender Felllänge kann sich das schnell ändern.

Die sinnvollste Pflegeroutine orientiert sich deshalb immer an Felltyp, Fellzustand und dem individuellen Hund – nicht ausschließlich an einer allgemeinen Empfehlung für seine Rasse.

Das wird auch für unsere Rasse-Ratgeber wichtig:
Typische Fellmerkmale einer Rasse helfen bei der Orientierung. Welche Pflege für Ihren Hund tatsächlich sinnvoll ist, sollte trotzdem immer anhand seines individuellen Haarkleids beurteilt werden.

Individueller Pflegebedarf

Warum die Rasse allein nicht über die Fellpflege entscheidet.

Die Hunderasse liefert wichtige Hinweise darauf, welche Fellstruktur typischerweise zu erwarten ist. Für die passende Pflege reicht der Blick auf die Rasse allein jedoch nicht aus. Entscheidend ist immer das tatsächliche Haarkleid des einzelnen Hundes.

01

Fell kann innerhalb einer Rasse unterschiedlich ausfallen

Länge, Dichte und Beschaffenheit des Haars können sich auch bei Hunden derselben Rasse unterscheiden. Manche besitzen beispielsweise deutlich mehr Unterwolle als andere.

02

Mischlinge verbinden verschiedene Fellmerkmale

Bei Mischlingen können Eigenschaften unterschiedlicher Felltypen zusammentreffen. Kurzes Deckhaar, längere Partien, Unterwolle oder eine besondere Haarstruktur können dabei ganz individuell kombiniert sein.

03

Bei Doodles ist die Fellstruktur besonders variabel

Labradoodle, Goldendoodle und andere Doodle-Mischungen können sehr unterschiedliche Fellstrukturen entwickeln. Das Fell kann stärker gelockt, wellig, wollig oder vergleichsweise glatt ausfallen.

Entsprechend unterschiedlich kann auch der tatsächliche Pflegebedarf sein.

04

Auch der Fellzustand verändert den Pflegebedarf

Jahreszeit, Fellwechsel, Felllänge und der aktuelle Zustand des Haarkleids beeinflussen, wie viel Pflege gerade notwendig ist. Ein sinnvoller Pflegerhythmus kann sich deshalb im Laufe des Jahres verändern.

Rassebeschreibung als Orientierung – Fellkontrolle als Grundlage.

Zu wissen, welcher Felltyp für eine Rasse typisch ist, hilft bei der ersten Einschätzung. Für die konkrete Pflege sollten Sie zusätzlich prüfen, wie dicht das Fell Ihres Hundes ist, ob Unterwolle vorhanden ist, wie gut es sich durchkämmen lässt und ob sich bereits lose Haare oder kleine Knoten sammeln.

Pflege passend zum Hund

Nicht der Rassename bestimmt Bürste, Kamm und Pflegerhythmus.

Empfehlungen wie „diese Rasse einmal pro Woche bürsten“ können eine erste Orientierung geben. Sie ersetzen aber nicht die regelmäßige Kontrolle des tatsächlichen Fellzustands.

Lässt sich das Fell locker bis in die Tiefe durchkämmen, sind keine Verdichtungen vorhanden und lösen sich nur wenige Haare, kann der aktuelle Pflegebedarf geringer sein. Während eines starken Fellwechsels oder bei zunehmender Felllänge kann sich das schnell ändern.

Die sinnvollste Pflegeroutine orientiert sich deshalb immer an Felltyp, Fellzustand und dem individuellen Hund – nicht ausschließlich an einer allgemeinen Empfehlung für seine Rasse.

Das wird auch für unsere Rasse-Ratgeber wichtig:
Typische Fellmerkmale einer Rasse helfen bei der Orientierung. Welche Pflege für Ihren Hund tatsächlich sinnvoll ist, sollte trotzdem immer anhand seines individuellen Haarkleids beurteilt werden.

Pflege passend zum Fell

Unsicher, welche Pflege zum Fell Ihres Hundes passt?

Kurzhaar, Unterwolle, Rauhaar oder Lockenfell: Nicht immer lässt sich auf den ersten Blick erkennen, welche Pflege für das individuelle Haarkleid sinnvoll ist. Elke schaut sich Fellstruktur und Fellzustand Ihres Hundes gerne genauer an.

So individuell wie das Fell Ihres Hundes.
Die passende Pflege richtet sich nicht nur nach Rasse oder Felllänge, sondern nach Struktur, Dichte, Unterwolle und dem aktuellen Zustand des Haarkleids.

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