Ratgeber Hunderassen

Jede Rasse bringt ihr Fell mit – doch jedes Fell ist individuell.

Pudel, Terrier, Spaniel oder Retriever: Die Hunderasse gibt erste Hinweise darauf, welche Fellstruktur und welcher Pflegebedarf zu erwarten sind. Für die passende Fellpflege reicht der Blick auf die Rasse allein jedoch nicht aus.

Felllänge, Unterwolle, Haarstruktur und der individuelle Fellzustand entscheiden mit darüber, wie häufig gebürstet werden sollte und ob Trimmen, Schneiden, Scheren oder das Entfernen loser Unterwolle sinnvoll ist.

Rasse trifft Fellstruktur

Warum die Rasse allein noch nichts über die richtige Fellpflege sagt.

Rassetypische Merkmale sind eine gute Orientierung. Trotzdem können sich Fellstruktur, Dichte und Pflegebedarf auch bei Hunden derselben Rasse deutlich unterscheiden.

01

Felllänge

Kurzes Fell ist nicht automatisch pflegeleicht und langes Fell nicht zwangsläufig besonders schwierig. Entscheidend ist unter anderem, wie dicht das Haar wächst und wie leicht es zu Knoten oder Verfilzungen neigt.

02

Unterwolle

Manche Hunde besitzen eine ausgeprägte Unterwolle, andere kaum oder gar keine. Besonders während des Fellwechsels kann sich dadurch ein sehr unterschiedlicher Pflegebedarf ergeben.

03

Haarstruktur

Glattes, lockiges, seidiges oder raues Haar stellt jeweils andere Anforderungen an Bürste, Kamm und Pflegemethode. Gerade bei Rauhaar kann die Struktur darüber entscheiden, ob fachgerechtes Trimmen sinnvoll ist.

04

Felldichte

Ein dichtes Haarkleid kann auf den ersten Blick gepflegt wirken, obwohl sich darunter bereits lose Unterwolle, kleine Knoten oder verdichtete Bereiche befinden.

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Alltag des Hundes

Spaziergänge durch Wald und Wiesen, häufiges Schwimmen, Geschirr oder viel Bewegung können beeinflussen, an welchen Stellen das Fell besonders beansprucht wird.

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Individueller Fellzustand

Am Ende zählt immer das Fell, das tatsächlich vor uns liegt. Deshalb kann auch bei zwei Hunden derselben Rasse eine unterschiedliche Pflege sinnvoll sein.

Elkes Empfehlung:
Orientieren Sie sich bei der Fellpflege nicht ausschließlich an allgemeinen Empfehlungen für eine Hunderasse. Fellstruktur, Pflegezustand und die Bedürfnisse Ihres eigenen Hundes sind mindestens genauso wichtig.

Felltypen im Überblick

Welche Felltypen begegnen uns besonders häufig?

Hundefell kann sehr unterschiedlich aufgebaut sein. Manche Felltypen wachsen kontinuierlich, andere wechseln saisonal besonders viel Unterwolle oder benötigen eine spezielle Pflegemethode. Diese Unterschiede bestimmen wesentlich, wie die Fellpflege aussehen sollte.

Felltyp 01

Lockiges & wolliges Fell

Lockiges oder wolliges Fell kann sehr dicht wachsen und neigt je nach Struktur schnell zu Knoten und Verfilzungen. Regelmäßiges Bürsten und Kämmen ist deshalb besonders wichtig.

Typische Beispiele finden sich etwa bei Pudeln und vielen Pudel-Mischlingen. Wie häufig geschnitten werden sollte, hängt von Fellwachstum, gewünschter Länge und Pflege zu Hause ab.

Felltyp 02

Rauhaar

Rauhaar besitzt ein kräftigeres Deckhaar, das bei dafür geeigneter Fellstruktur und ausreichender Haarreife fachgerecht getrimmt werden kann.

Dieser Felltyp kommt beispielsweise bei verschiedenen Terriern und rauhaarigen Dackeln vor. Ob tatsächlich getrimmt werden sollte, entscheidet jedoch immer die vorhandene Fellstruktur.

Felltyp 03

Langhaariges Fell

Längeres Fell benötigt vor allem regelmäßige Kontrolle. Hinter den Ohren, an Beinen, Achseln und Bauch können sich durch Bewegung und Reibung besonders leicht Knoten bilden.

Je nach Rasse und Fellaufbau können zusätzlich Unterwolle oder besonders feine Haarpartien den Pflegeaufwand erhöhen.

Felltyp 04

Fell mit dichter Unterwolle

Bei diesem Felltyp liegt unter dem Deckhaar eine weichere, häufig sehr dichte Unterwolle. Besonders während des Fellwechsels können sich große Mengen gelöster Haare im Haarkleid sammeln.

Regelmäßiges Durcharbeiten hilft dabei, lose Unterwolle zu erkennen und passend zur Fellstruktur herauszuarbeiten.

Felltyp 05

Seidiges & feines Fell

Feines, glattes oder seidiges Haar kann sich besonders an bewegungsreichen Stellen schnell verknoten. Auch kleine Verfilzungen sind darin nicht immer sofort sichtbar.

Behutsames Bürsten und Kämmen sowie die regelmäßige Kontrolle typischer Problemstellen gehören deshalb zur Pflege.

Felltyp 06

Kurzes Fell

Auch kurzhaarige Hunde benötigen Fellpflege. Lose Haare, Hautschuppen und saisonaler Fellwechsel können je nach Fellstruktur deutlich ausgeprägt sein.

Der Pflegeaufwand ist häufig geringer als bei langem oder lockigem Fell – pflegefrei ist kurzes Fell deshalb aber nicht automatisch.

Mischlinge passen nicht immer in eine Schublade.

Gerade bei Mischlingen können unterschiedliche Fellmerkmale zusammentreffen. Länge, Locken, Unterwolle und Haarstruktur lassen sich deshalb nicht zuverlässig allein aus den beteiligten Rassen ableiten. Entscheidend ist immer das Fell, das Ihr Hund tatsächlich entwickelt hat.

Beispiele aus der Praxis

Typische Hunderassen und ihr Pflegebedarf.

Rassetypische Fellmerkmale geben eine erste Orientierung. Trotzdem lohnt sich immer der Blick auf den einzelnen Hund: Fellstruktur, Dichte, Unterwolle und Pflegezustand können innerhalb einer Rasse unterschiedlich ausgeprägt sein.

Lockiges Fell

Pudel

Das dichte, lockige Fell wächst kontinuierlich und benötigt regelmäßige Pflege. Bürsten und gründliches Durchkämmen helfen dabei, Knoten und Verfilzungen vorzubeugen.

Zusätzlich wird das Fell in passenden Abständen geschnitten. Wie kurz oder lang es getragen wird, beeinflusst auch den Pflegeaufwand zu Hause. Ausführliche Tipps zu Bürsten, Kämmen, Baden, Verfilzungen und der passenden Felllänge finden Sie im Ratgeber zur Fellpflege beim Pudel .

Unterschiedliche Fellstrukturen

Doodle & Pudel-Mischlinge

Bei Pudel-Mischlingen kann die Fellstruktur besonders unterschiedlich ausfallen. Von lockigem und wolligem bis zu welligem oder gemischtem Fell sind viele Varianten möglich.

Gerade dichtes Mischfell kann schnell verfilzen. Deshalb sollte die Pflege nicht allein nach der beteiligten Rasse, sondern nach dem tatsächlichen Fell geplant werden. Ausführliche Tipps zu Fellstruktur, Bürsten, Verfilzungen, Felllänge und dem passenden Pflegerhythmus finden Sie im Ratgeber zur Fellpflege beim Doodle .

Rauhaar

Terrier

Viele rauhaarige Terrier besitzen kräftiges Deckhaar, das bei geeigneter Struktur fachgerecht getrimmt werden kann. Dadurch wird reifes Haar aus dem Fell herausgearbeitet, statt lediglich gekürzt.

Nicht jeder Terrier besitzt jedoch dieselbe Fellqualität. Vor der Pflege sollte deshalb geprüft werden, welche Methode zum jeweiligen Fell passt.

Rauhaar oder Kurzhaar

Dackel

Beim Dackel zeigt sich besonders deutlich, wie verschieden der Pflegebedarf innerhalb einer Rasse sein kann. Kurzhaar, Langhaar und Rauhaar stellen jeweils andere Anforderungen.

Rauhaardackel können bei entsprechender Fellstruktur getrimmt werden, während Langhaardackel vor allem regelmäßiges Bürsten und Kämmen benötigen.

Längeres Fell

Spaniel

Längere und feinere Fellpartien an Ohren, Brust, Bauch und Beinen benötigen regelmäßige Aufmerksamkeit. Besonders dort können durch Bewegung und Reibung schnell Knoten entstehen.

Je nach Fellstruktur gehören gründliches Bürsten, Durchkämmen und das passende Kürzen einzelner Bereiche zur regelmäßigen Pflege.

Dichte Unterwolle

Golden Retriever

Das längere Deckhaar und die vorhandene Unterwolle können besonders während des Fellwechsels einen erhöhten Pflegebedarf mit sich bringen.

Regelmäßiges Bürsten und das behutsame Herausarbeiten gelöster Unterwolle helfen dabei, das dichte Haarkleid gut durchgearbeitet zu halten. Ausführliche Tipps zu Unterwolle, Fellwechsel, Bürsten und der richtigen Pflege finden Sie im Ratgeber zur Fellpflege beim Golden Retriever .

Besonders bei Mischlingen

Der Name verrät nicht immer, welches Fell später entsteht.

Gerade bei Kreuzungen können sich Fellmerkmale der Elterntiere sehr unterschiedlich kombinieren. Deshalb lässt sich der spätere Pflegeaufwand nicht zuverlässig allein anhand der Rassebezeichnung vorhersagen.

Ein Pudel-Mischling kann beispielsweise sehr lockiges, dichtes Fell entwickeln, aber auch deutlich welligeres oder unterschiedlich strukturiertes Haar besitzen. Entscheidend ist deshalb immer, wie sich das Fell des einzelnen Hundes tatsächlich entwickelt.

Elke schaut auf Fellstruktur, Dichte, Unterwolle und Pflegezustand und kann daraus ableiten, welche Pflege sinnvoll ist und was Sie zu Hause beachten sollten.

Pflege richtig einordnen

Welche Pflege passt zu meinem Hund?

Die passende Fellpflege ergibt sich nicht aus einer einzelnen Eigenschaft. Fellstruktur, Länge, Unterwolle, Haarwachstum und der aktuelle Fellzustand gehören immer zusammen betrachtet.

Bürsten & Kämmen

Wenn das Fell zu Knoten neigt

Längeres, lockiges, feines oder dichtes Fell benötigt häufig regelmäßiges Bürsten und Kämmen. Besonders typische Problemstellen sollten dabei nicht nur oberflächlich, sondern bis in die Fellstruktur kontrolliert werden.

Trimmen

Wenn reifes Rauhaar entfernt werden sollte

Bei dafür geeigneten rauhaarigen Fellstrukturen kann fachgerechtes Trimmen die passende Pflegemethode sein. Entscheidend sind Fellstruktur und Haarreife – nicht allein Rasse oder Felllänge.

Unterwollpflege

Wenn sich loses Fell im Haarkleid sammelt

Hunde mit dichter Unterwolle können besonders während des Fellwechsels deutlich mehr Pflege benötigen. Gelöstes Haar sollte behutsam aus dem Fell gearbeitet werden, bevor es sich verdichtet oder mit anderem Haar verbindet.

Schneiden & Scheren

Wenn das Fell regelmäßig gekürzt werden muss

Bei entsprechendem Felltyp kann regelmäßiges Kürzen zur Pflege gehören. Welche Länge sinnvoll und welche Methode geeignet ist, richtet sich nach Fellstruktur, Pflegezustand und den Bedürfnissen des Hundes.

Sie müssen den Felltyp Ihres Hundes nicht selbst bestimmen.

Gerade bei Mischlingen oder Hunden mit einer ungewöhnlichen Fellkombination ist die richtige Einordnung nicht immer eindeutig. Wenn Sie unsicher sind, schaut Elke sich das Fell Ihres Hundes an und erklärt Ihnen, welche Pflege sinnvoll ist und worauf Sie auch zu Hause achten können.

Häufige Fragen

Fragen zu Hunderassen, Felltypen und Pflegebedarf.

Wie stark beeinflusst die Rasse die Fellpflege? Warum können zwei Hunde derselben Rasse unterschiedlich gepflegt werden? Und was gilt bei Mischlingen? Hier finden Sie die wichtigsten Antworten.

Kann man die richtige Fellpflege allein an der Hunderasse erkennen?

Die Rasse gibt eine erste Orientierung, reicht aber nicht immer aus. Fellstruktur, Unterwolle, Haarlänge, Felldichte und der aktuelle Pflegezustand können sich auch innerhalb derselben Rasse unterscheiden.

Deshalb sollte die Pflege immer am tatsächlichen Fell des einzelnen Hundes ausgerichtet werden.

Warum brauchen zwei Hunde derselben Rasse manchmal unterschiedliche Pflege?

Fell entwickelt sich individuell. Dichte, Struktur, Unterwolle und Haarwachstum können unterschiedlich ausgeprägt sein. Auch Alter, bisherige Pflege und Alltag beeinflussen, wie viel Unterstützung ein Hund benötigt.

Sind Doodles immer besonders pflegeintensiv?

Nicht jeder Doodle besitzt dieselbe Fellstruktur. Gerade bei Pudel-Mischlingen können lockiges, welliges, wolliges oder gemischtes Fell auftreten. Bei dichter oder lockiger Struktur kann regelmäßiges Bürsten und gründliches Durchkämmen besonders wichtig sein.

Entscheidend ist deshalb nicht die Bezeichnung „Doodle“, sondern das Fell des einzelnen Hundes.

Welche Hunderassen werden typischerweise getrimmt?

Fachgerechtes Trimmen wird vor allem bei dafür geeigneten rauhaarigen Fellstrukturen eingesetzt. Dazu können beispielsweise verschiedene Terrier, Schnauzer oder Rauhaardackel gehören.

Ob das Fell tatsächlich trimmbar ist, sollte jedoch individuell beurteilt werden. Mehr dazu finden Sie unter Trimmen & Schneiden .

Welche Hunde haben besonders viel Unterwolle?

Viele Hunde mit doppelschichtigem Haarkleid besitzen eine ausgeprägte Unterwolle. Wie dicht diese tatsächlich ist und wie stark der Fellwechsel ausfällt, unterscheidet sich jedoch individuell.

Hinweise zur Pflege finden Sie im Ratgeberbereich Fellwechsel & Unterwolle .

Was gilt bei Mischlingen mit unbekannter Fellstruktur?

Gerade bei Mischlingen können unterschiedliche Fellmerkmale zusammentreffen. Deshalb ist eine pauschale Empfehlung nach Abstammung oft wenig hilfreich. Am sinnvollsten ist es, Fellstruktur, Unterwolle und Pflegezustand direkt am Hund zu beurteilen.

Wenn Sie unsicher sind, kann Elke gemeinsam mit Ihnen besprechen, welche Pflege zu Ihrem Hund passt.

Jedes Fell ist anders

Unsicher, welche Fellpflege zu Ihrem Hund passt?

Rasse und Felltyp geben wichtige Hinweise – entscheidend ist aber immer das Fell Ihres eigenen Hundes. Elke schaut sich Fellstruktur, Unterwolle und Pflegezustand genau an und bespricht mit Ihnen, welche Pflege sinnvoll ist.

Nicht nach Schema – sondern passend zum Hund.
Ob Bürsten, Unterwollpflege, Trimmen, Schneiden oder Scheren: Die passende Methode richtet sich nach Fellstruktur, Fellzustand und dem individuellen Pflegebedarf Ihres Hundes.

Ihre Groomerin

Zertifizierte Ausbildung zur Groomerin. Alle Pflegeleistungen rund um den Hund. Grooming-Salon im Rems-Murr-Kreis.

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Hundesalon Pfötle Paradies
Elke Reinhardt
Zellerstr. 20
73663 Berglen-Oppelsbohm

Telefon

0151 29 117 925

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