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Lose Unterwolle erkennen
Vermehrte Haare auf Liegeplätzen, beim Streicheln oder Bürsten können ein deutliches Zeichen für den Fellwechsel sein. Bei dichtem Fell bleiben gelöste Haare teilweise zunächst im Haarkleid hängen.
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Ratgeber Fellwechsel & Unterwolle
Viele Hunde verlieren im Frühjahr und Herbst besonders viel Fell. Vor allem bei dichter Unterwolle können sich dabei große Mengen loser Haare im Fell sammeln. Regelmäßige und passende Pflege hilft, abgestorbenes Haar zu lösen und das Fell kontrollierbar zu halten.
Wie ausgeprägt der Fellwechsel ist und welche Pflege sinnvoll ist, hängt stark von Fellstruktur, Unterwolle, Haltung und dem einzelnen Hund ab. Deshalb gibt es auch hier keine Pflegeroutine, die für jeden Hund gleichermaßen passt.
Fell verstehen
Bei vielen Hunden besteht das Haarkleid aus unterschiedlichen Schichten. Während das Deckhaar die äußere Fellstruktur prägt, bildet die weichere Unterwolle darunter eine dichte Schicht. Während des Fellwechsels löst sich ein Teil dieser Unterwolle und sollte aus dem Fell herausgearbeitet werden.
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Vermehrte Haare auf Liegeplätzen, beim Streicheln oder Bürsten können ein deutliches Zeichen für den Fellwechsel sein. Bei dichtem Fell bleiben gelöste Haare teilweise zunächst im Haarkleid hängen.
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Gerade während intensiver Fellwechselphasen lohnt sich ein regelmäßiger Blick ins Fell. So lässt sich besser erkennen, wo sich lose Unterwolle sammelt oder erste Knoten entstehen.
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Nicht jede Bürste eignet sich für jede Fellstruktur. Entscheidend ist, dass lose Haare erreicht werden, ohne unnötig am gesunden Fell zu ziehen oder die Haut stark zu beanspruchen.
Fellwechsel beobachten
Manche Hunde kommen mit dem Fellwechsel fast von selbst zurecht. Bei anderen bleibt viel gelöste Unterwolle im Fell zurück. Einige typische Anzeichen zeigen, dass intensivere Pflege sinnvoll sein kann.
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Gelöste Unterwolle kann im Haarkleid hängen bleiben und dafür sorgen, dass sich das Fell besonders dicht, stumpf oder stellenweise ungleichmäßig anfühlt.
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Kommen über mehrere Pflegerunden hinweg immer wieder viele lose Haare zum Vorschein, kann noch reichlich alte Unterwolle im Fell sitzen.
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Besonders bei dichter Unterwolle können sich lose Haare miteinander verbinden. Die Bürste gleitet dann nicht mehr so leicht durch das Fell und einzelne Bereiche fühlen sich kompakter an.
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Bleibt gelöstes Haar im Fell, können sich besonders an bewegungsreichen Stellen leichter kleine Knoten oder Verfilzungen entwickeln.
Nicht nur nach Haarmenge entscheiden
Ein stark haarender Hund benötigt nicht automatisch professionelle Unterstützung. Wichtiger ist, ob sich die gelöste Unterwolle zu Hause gut und behutsam entfernen lässt.
Bleibt das Fell trotz regelmäßiger Pflege sehr dicht, lässt es sich nur schwer durcharbeiten oder entstehen zunehmend Knoten, kann eine professionelle Fellpflege sinnvoll sein.
Im Hundesalon kann das Fell zunächst genau betrachtet werden. So lässt sich einschätzen, welche Pflege zur Fellstruktur und zum aktuellen Zustand Ihres Hundes passt.
Pflege zu Hause
Während des Fellwechsels darf die Fellpflege etwas häufiger stattfinden. Entscheidend sind kurze, regelmäßige Einheiten und ein Werkzeug, das zur Fellstruktur Ihres Hundes passt.
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Mehrere kurze Pflegerunden sind für viele Hunde angenehmer als eine lange und intensive Sitzung. Gleichzeitig lässt sich lose Unterwolle nach und nach aus dem Fell arbeiten.
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Arbeiten Sie nicht nur über die sichtbare Felloberfläche. Teilen Sie dichteres Fell vorsichtig in kleinere Bereiche und kontrollieren Sie, ob sich darunter lose Haare oder erste Knoten befinden.
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Hinter den Ohren, an Hals und Brust, in den Achseln sowie an Bauch und Hinterbeinen kann sich loses Fell besonders leicht sammeln. Diese Bereiche sollten regelmäßig kontrolliert werden.
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Bürste und Kamm sollten zur Felllänge und Fellstruktur passen. Ein Werkzeug, das bei einem Hund gut funktioniert, muss für einen anderen Felltyp nicht automatisch geeignet sein.
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Bleibt die Bürste hängen oder reagiert Ihr Hund empfindlich, arbeiten Sie nicht mit mehr Kraft weiter. Kontrollieren Sie die Stelle zunächst vorsichtig und lösen Sie kleinere Bereiche Schritt für Schritt.
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Fellpflege sollte möglichst ruhig ablaufen. Wird Ihr Hund unruhig oder möchte ausweichen, ist eine kurze Pause oft sinnvoller, als die Pflegerunde unbedingt fortzusetzen.
Unterstützung im Hundesalon
Nicht jeder Fellwechsel erfordert einen Besuch im Hundesalon. Wenn sich lose Unterwolle zu Hause jedoch nur schwer entfernen lässt oder das Fell zunehmend dicht und unübersichtlich wird, kann professionelle Unterstützung die Pflege erleichtern.
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Trotz regelmäßiger Pflege lösen sich immer wieder große Mengen alter Unterwolle oder das Fell fühlt sich weiterhin ungewöhnlich dicht an. Dann kann eine gründlichere Bearbeitung sinnvoll sein.
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Wenn Bürste oder Kamm nur noch schwer durch einzelne Fellbereiche gleiten, sollte nicht mit zusätzlicher Kraft gearbeitet werden. Im Hundesalon kann zunächst beurteilt werden, wodurch der Widerstand entsteht.
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Lose Unterwolle und Deckhaar können sich miteinander verbinden. Werden solche Stellen früh erkannt, lassen sie sich häufig schonender bearbeiten, als wenn daraus feste Verfilzungen entstehen.
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Lange Pflegerunden, häufiges Ausweichen oder deutliche Unruhe können ein Zeichen dafür sein, dass die Pflege zu Hause momentan zu aufwendig wird. Dann kann es sinnvoll sein, die Fellpflege auf mehrere behutsame Schritte aufzuteilen.
Individuell statt nach Schema
Unterwolle erfüllt eine wichtige Funktion und gehört zum natürlichen Haarkleid vieler Hunde. Professionelle Fellpflege bedeutet deshalb nicht, möglichst viel davon herauszuarbeiten.
Entscheidend sind Felltyp, aktueller Fellzustand und die Phase des Fellwechsels. Im Pfötle Paradies wird zunächst geschaut, welche Pflege für Ihren Hund tatsächlich sinnvoll ist.
Ziel ist ein gepflegtes, gut durchgearbeitetes Fell – mit Ruhe, angemessener Technik und so viel Pflege wie nötig.
Häufige Fragen
Wie lange dauert der Fellwechsel, wie häufig sollte gebürstet werden und wann braucht ein Hund Unterstützung? Die wichtigsten Antworten geben Ihnen eine erste Orientierung.
Bei vielen Hunden ist der Fellwechsel im Frühjahr und Herbst besonders deutlich. Zeitpunkt und Intensität können jedoch stark variieren. Felltyp, Haltung und individuelle Haarstruktur beeinflussen, wie ausgeprägt der Wechsel tatsächlich sichtbar wird.
Dafür gibt es keine feste Dauer, die für jeden Hund gilt. Manche Hunde verlieren innerhalb relativ kurzer Zeit viel Fell, bei anderen zieht sich der Wechsel über einen längeren Zeitraum. Auch äußere Bedingungen und die Fellstruktur spielen dabei eine Rolle.
Während eines ausgeprägten Fellwechsels kann häufigeres Bürsten sinnvoll sein. Bei viel Unterwolle kann zeitweise sogar eine tägliche Kontrolle hilfreich sein. Entscheidend ist jedoch der tatsächliche Fellzustand – nicht ein starrer Zeitplan.
Ausführliche Tipps finden Sie im Ratgeber Wie oft sollte ich meinen Hund bürsten?
Ziel der Pflege ist nicht, möglichst viel Unterwolle zu entfernen. Entscheidend ist, bereits gelöstes Haar passend zur jeweiligen Fellstruktur herauszuarbeiten, ohne gesundes Fell oder Haut unnötig zu beanspruchen. Welche Pflege sinnvoll ist, hängt deshalb immer vom einzelnen Hund ab.
Professionelle Unterstützung kann sinnvoll sein, wenn sich gelöste Unterwolle zu Hause kaum herausarbeiten lässt, das Fell zunehmend verdichtet oder erste Knoten entstehen. Auch wenn Sie bei Werkzeug oder Technik unsicher sind, kann eine individuelle Einschätzung hilfreich sein.
Mehr dazu erfahren Sie unter Unterwolle entfernen .
Unterstützung im Fellwechsel
Gerade bei dichtem Fell kann es schwierig sein einzuschätzen, wie viel lose Unterwolle noch im Haarkleid sitzt und welche Pflege sinnvoll ist. Elke schaut sich Fellstruktur und Fellzustand Ihres Hundes genau an und stimmt die Pflege individuell darauf ab.
So viel wie nötig – so behutsam wie möglich.
Ziel ist nicht, möglichst viel Fell zu entfernen, sondern
gelöste Unterwolle passend zur Fellstruktur herauszuarbeiten
und Ihrem Hund die Pflege so angenehm wie möglich zu machen.
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