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Früh Vertrauen aufbauen

Wie gewöhne ich meinen Welpen an die Fellpflege?

Bürste, Kamm, Pfoten anfassen oder das Geräusch eines Föhns – für einen Welpen sind viele Dinge zunächst neu. Je ruhiger und positiver diese ersten Erfahrungen verlaufen, desto leichter kann die Fellpflege später zum selbstverständlichen Teil des Alltags werden.

Entscheidend ist nicht, möglichst schnell eine komplette Pflegeroutine aufzubauen. Kleine Schritte, kurze Einheiten und viele angenehme Erfahrungen schaffen die beste Grundlage für Vertrauen.

Die wichtigste Grundlage

Fellpflege beginnt lange vor dem ersten Haarschnitt.

Ein Welpe muss nicht sofort gebadet, geschnitten oder vollständig gebürstet werden. Viel wichtiger ist, dass Berührungen und Pflegewerkzeuge frühzeitig in kleinen, positiven Schritten kennengelernt werden.

Berührungen üben

Gewöhnen Sie Ihren Welpen daran, dass Pfoten, Ohren, Gesicht, Bauch und Beine vorsichtig berührt werden. Genau diese Bereiche spielen später bei der Fellpflege eine wichtige Rolle.

Bürste kennenlernen

Lassen Sie Ihren Welpen Bürste oder Kamm zunächst in Ruhe beschnuppern. Wenige sanfte Bürstenstriche reichen am Anfang völlig aus.

Kurze Einheiten

Eine Minute mit guter Erfahrung ist wertvoller als eine lange Pflegerunde, die in Unruhe endet. Beenden Sie die Übung möglichst, solange Ihr Welpe noch entspannt ist.

Das Ziel ist nicht Perfektion, sondern Vertrauen.

Ihr Welpe muss nicht vom ersten Tag an stillstehen oder jede Pflegemaßnahme problemlos akzeptieren. Er darf lernen, dass Berührungen, Bürste und Pflege nichts Bedrohliches sind. Dieses Vertrauen entwickelt sich Schritt für Schritt.

Spielerisch kennenlernen

Diese Pflegeschritte sollte ein Welpe früh kennenlernen.

Viele Situationen beim späteren Salonbesuch lassen sich schon zu Hause vorbereiten. Dabei geht es nicht darum, die professionelle Fellpflege nachzuahmen. Ihr Welpe soll lediglich lernen, dass Berührungen, Pflegewerkzeuge und ungewohnte Geräusche zum Alltag gehören können.

01

Bürste und Kamm

Beginnen Sie mit wenigen sanften Bürstenstrichen an einer Stelle, an der Ihr Welpe Berührungen gerne zulässt. Nach und nach können weitere Fellbereiche dazukommen. Wichtig ist zunächst nicht die perfekte Fellpflege, sondern eine angenehme Erfahrung.

02

Pfoten und Krallen

Berühren Sie regelmäßig und vorsichtig die Pfoten und einzelnen Zehen. So lernt Ihr Welpe, dass seine Pfoten gehalten und betrachtet werden dürfen – eine wichtige Vorbereitung auf spätere Pfoten- und Krallenpflege.

03

Ohren und Gesicht

Auch Berührungen rund um Ohren, Augen und Schnauze sollten selbstverständlich werden. Arbeiten Sie besonders behutsam und nur so lange, wie Ihr Welpe ruhig mitmacht.

04

Ruhig stehen oder sitzen

Üben Sie für wenige Augenblicke, dass Ihr Welpe ruhig auf einer sicheren, rutschfesten Unterlage steht oder sitzt. Später hilft ihm diese Erfahrung dabei, auch auf dem Pflegetisch gelassener zu bleiben.

05

Ungewohnte Geräusche

Föhn oder Schermaschine können für einen jungen Hund zunächst fremd klingen. Solche Geräusche sollten langsam, mit Abstand und ohne Zwang kennengelernt werden. Erst wenn Ihr Welpe entspannt bleibt, kann die Distanz vorsichtig verringert werden.

06

Am ganzen Körper berührt werden

Streichen Sie beim Kuscheln immer wieder ruhig über Beine, Brust, Bauch, Rücken und Hinterhand. So wird es für Ihren Welpen zunehmend normal, dass bei der späteren Fellpflege unterschiedliche Körperbereiche angefasst werden.

Wichtig:
Nicht alle Übungen müssen an einem Tag stattfinden. Wenige Sekunden oder Minuten reichen am Anfang vollkommen aus. Bleibt Ihr Welpe entspannt, können Dauer und Umfang langsam gesteigert werden.

Vertrauen statt Druck

So wird aus Fellpflege eine positive Erfahrung.

Welpen lernen besonders gut, wenn neue Situationen ruhig, überschaubar und angenehm bleiben. Deshalb zählt bei der Gewöhnung an die Fellpflege nicht, wie viel Sie in einer Übungseinheit schaffen, sondern welches Gefühl Ihr Welpe dabei entwickelt.

Den richtigen Moment wählen

Üben Sie möglichst dann, wenn Ihr Welpe ausgeglichen ist. Direkt nach wildem Spielen, bei großer Müdigkeit oder wenn er dringend nach draußen muss, fällt ruhiges Mitmachen verständlicherweise schwerer.

Kleine Schritte machen

Heute einige Bürstenstriche, morgen kurz die Pfoten anschauen – kleine Schritte reichen völlig aus. Erst wenn etwas selbstverständlich geworden ist, kommt die nächste neue Erfahrung hinzu.

Ruhiges Verhalten bestätigen

Freundliche Worte, Streicheleinheiten oder eine kleine Belohnung können Ihrem Welpen zeigen, dass ruhiges Mitmachen etwas Positives ist. Was gut funktioniert, hängt vom einzelnen Hund ab.

Körpersprache beachten

Wegdrehen, Ausweichen, starke Unruhe oder der Versuch, die Situation zu verlassen, können Hinweise darauf sein, dass es Ihrem Welpen gerade zu viel wird. Dann ist eine Pause oft sinnvoller als weiteres Üben.

Rechtzeitig aufhören

Warten Sie möglichst nicht, bis Ihr Welpe keine Geduld mehr hat. Eine kurze Übung, die entspannt endet, schafft eine bessere Grundlage für das nächste Mal als eine lange Einheit, die schließlich in Stress endet.

Regelmäßigkeit schaffen

Kleine Pflegemomente im Alltag helfen dabei, Berührungen und Bürsten selbstverständlich werden zu lassen. Regelmäßige kurze Wiederholungen sind meist hilfreicher als seltene große Pflegeaktionen.

Ihr Welpe muss nicht stillhalten wie ein erwachsener Hund.

Neugier, Bewegung und kurze Aufmerksamkeitsspannen gehören zum Welpenalter dazu. Ziel ist deshalb nicht, perfektes Stillstehen zu verlangen. Ihr Welpe soll vielmehr lernen, Berührungen und Pflegeschritte zunehmend ruhig zuzulassen und Ihnen dabei zu vertrauen.

Wenn einmal etwas nicht klappt:
Das ist kein Rückschritt. Beenden Sie die Situation ruhig und versuchen Sie es später mit einem kleineren Schritt erneut. Vertrauen entsteht durch viele gute Erfahrungen – nicht dadurch, dass jede Übung auf Anhieb perfekt funktioniert.

Früh und entspannt kennenlernen

Wann sollte ein Welpe zum ersten Mal zum Hundefriseur?

Der erste Besuch im Hundesalon muss nicht erst dann stattfinden, wenn ein vollständiger Haarschnitt notwendig ist. Gerade bei Hunden, die später regelmäßig professionelle Fellpflege benötigen, kann ein früher und entspannter Kennenlerntermin eine wertvolle Grundlage schaffen.

Nicht bis zum ersten großen Pflegebedarf warten

Muss beim ersten Salonbesuch bereits viel Fell bearbeitet, gebadet, geföhnt oder geschnitten werden, kommen viele neue Eindrücke gleichzeitig zusammen. Ein früher Kennenlerntermin kann deutlich entspannter gestaltet werden.

Erst einmal kennenlernen

Salon, Pflegetisch, Bürste und ungewohnte Geräusche dürfen zunächst einfach entdeckt werden. Je nach Welpe können einzelne kleine Pflegeschritte hinzukommen – immer angepasst daran, wie sicher sich der junge Hund bereits fühlt.

Positive Erfahrungen mitnehmen

Ziel des ersten Besuchs ist nicht die perfekte Frisur. Viel wichtiger ist, dass Ihr Welpe den Salon möglichst entspannt erlebt und mit einer guten Erfahrung wieder verlässt.

Der richtige Zeitpunkt hängt auch vom Fell ab.

Manche Felltypen benötigen schon früh regelmäßige Pflege, während bei anderen zunächst vor allem die Gewöhnung im Vordergrund steht. Deshalb lässt sich der ideale Zeitpunkt für den ersten Salonbesuch nicht allein am Alter des Welpen festmachen.

Elkes Empfehlung:
Warten Sie möglichst nicht darauf, dass Fellpflege zum ersten Mal wirklich notwendig wird. Wenn Ihr Welpe den Salon vorher in Ruhe kennenlernen darf, können Bürsten, Pfotenpflege, Föhn und spätere Haarschnitte Schritt für Schritt vertrauter werden.

Besser vermeiden

5 Fehler, die die Gewöhnung unnötig schwer machen.

Welpen müssen Fellpflege erst kennenlernen. Kleine Missverständnisse gehören dabei dazu. Einige typische Situationen können die Gewöhnung jedoch unnötig erschweren – und lassen sich mit etwas Geduld leicht vermeiden.

Fehler 1

Zu lange üben

Gerade am Anfang reichen wenige Bürstenstriche oder einige Sekunden Pfotenkontrolle völlig aus. Wird weitergemacht, obwohl die Aufmerksamkeit des Welpen längst nachlässt, kann aus einer guten Erfahrung schnell eine anstrengende Situation werden.

Fehler 2

Den Welpen zum Stillhalten zwingen

Festhalten löst das eigentliche Problem nicht. Ein Welpe soll schrittweise lernen, Berührungen und Pflegeschritte freiwillig ruhiger zuzulassen. Dafür braucht er Zeit, Sicherheit und viele überschaubare Erfahrungen.

Fehler 3

Zu viel auf einmal verlangen

Bürsten, Pfoten anfassen, Föhn kennenlernen und ruhig stehen – für einen jungen Hund sind das viele verschiedene Aufgaben. Neue Pflegeschritte sollten deshalb lieber nacheinander eingeführt werden.

Fehler 4

Erst anfangen, wenn Pflege dringend nötig ist

Sind bereits Knoten oder Verfilzungen entstanden, lässt sich die erste intensive Fellpflege kaum noch in kleine Übungsschritte aufteilen. Eine frühe Gewöhnung ist deshalb sinnvoll, bevor umfangreiche Pflege notwendig wird.

Fehler 5

Stresssignale übergehen

Wird ein Welpe zunehmend unruhig, versucht auszuweichen oder möchte die Situation verlassen, sollte das ernst genommen werden. Eine Pause oder ein kleinerer nächster Schritt ist häufig hilfreicher, als die Übung unbedingt zu Ende bringen zu wollen.

Gewöhnung ist kein Wettrennen.

Manche Welpen akzeptieren Bürste, Pfotenpflege und neue Geräusche sehr schnell. Andere brauchen deutlich länger. Entscheidend ist nicht das Tempo, sondern dass Ihr Welpe Schritt für Schritt Sicherheit gewinnt.

Ein schlechter Tag macht die Gewöhnung nicht kaputt.
Ist Ihr Welpe einmal müde, aufgeregt oder einfach nicht bereit für eine Pflegeübung, darf diese ausfallen. Beim nächsten Mal beginnen Sie wieder mit einem Schritt, den Ihr Hund bereits gut kennt.

Kurz zusammengefasst

Früh üben, ein Hundeleben lang profitieren.

Je selbstverständlicher Bürste, Pfotenpflege und Berührungen für einen Welpen werden, desto leichter kann die Fellpflege später zum normalen Alltag gehören.

Dafür braucht es keine langen Trainingseinheiten. Wenige ruhige Minuten, regelmäßige Wiederholungen und kleine positive Erfahrungen sind meist die bessere Grundlage. Ihr Welpe darf in seinem eigenen Tempo lernen, was bei der Fellpflege von ihm erwartet wird.

Auch der Hundesalon kann frühzeitig positiv kennengelernt werden. Ein erster Besuch muss nicht bedeuten, dass sofort eine vollständige Behandlung durchgeführt wird. Viel wichtiger ist, dass Ihr Welpe die neue Umgebung, Elke und erste Pflegeschritte möglichst entspannt erlebt.

Elkes Empfehlung:
Beginnen Sie mit der Gewöhnung, bevor intensive Fellpflege notwendig wird. So können Bürsten, Pfoten anfassen und spätere Salonbesuche Schritt für Schritt vertraut werden – ohne Zeitdruck und ohne unnötige Erwartungen.

Häufige Fragen

Fragen rund um Welpen und die erste Fellpflege.

Gerade am Anfang entstehen viele Fragen: Wann sollte man mit dem Bürsten beginnen, wie lange darf eine Pflegeeinheit dauern und wann ist der richtige Zeitpunkt für den ersten Besuch im Hundesalon? Diese Antworten geben Ihnen eine erste Orientierung.

Ab wann sollte ich meinen Welpen an die Bürste gewöhnen?

Mit der behutsamen Gewöhnung können Sie beginnen, sobald Ihr Welpe sich bei Ihnen eingelebt hat und Berührungen entspannt zulässt. Anfangs reichen wenige sanfte Bürstenstriche vollkommen aus. Es geht noch nicht um eine vollständige Fellpflege, sondern darum, Bürste und Kamm als etwas Normales kennenzulernen.

Wie oft sollte ein Welpe gebürstet werden?

Das hängt von Felltyp, Felllänge und Pflegebedarf ab. Für die Gewöhnung sind regelmäßige kurze Einheiten sinnvoll. Bei längerem, dichtem oder zu Knoten neigendem Fell kann zusätzlich eine häufigere gründliche Fellkontrolle notwendig sein.

Was kann ich tun, wenn mein Welpe in die Bürste beißt?

Für einen Welpen ist eine Bürste zunächst ein interessanter neuer Gegenstand. Bleiben Sie ruhig und halten Sie die Übung kurz. Statt mit der Bürste zu spielen oder sie immer wieder wegzuziehen, können Sie einen Moment abwarten und ruhiges Verhalten bestätigen. Anschließend reichen zunächst wenige sanfte Bürstenstriche.

Wann sollte mein Welpe zum ersten Mal zum Hundefriseur?

Dafür gibt es keinen Zeitpunkt, der für jeden Welpen gleichermaßen gilt. Felltyp, Entwicklung und Pflegebedarf spielen eine Rolle. Bei Hunden, die später regelmäßig professionelle Fellpflege benötigen, kann ein früher Kennenlerntermin sinnvoll sein – möglichst bevor bereits eine umfangreiche Behandlung notwendig ist.

Was passiert beim ersten Welpentermin im Hundesalon?

Beim ersten Termin steht vor allem das Kennenlernen im Mittelpunkt. Ihr Welpe darf die Umgebung, Elke und erste Pflegesituationen in Ruhe kennenlernen. Welche kleinen Pflegeschritte bereits möglich sind, richtet sich danach, wie sicher und entspannt sich Ihr Welpe fühlt. Eine perfekte Frisur ist beim ersten Besuch nicht das Ziel.

Ein entspannter Start

Schenken Sie Ihrem Welpen einen entspannten Start in die Fellpflege.

Der erste Besuch im Hundesalon darf vor allem eines sein: eine gute Erfahrung. Elke gibt Ihrem Welpen Zeit, die neue Umgebung kennenzulernen und erste Pflegeschritte in Ruhe zu erleben.

Vertrauen wächst Schritt für Schritt.
Je positiver Ihr Welpe Bürste, Berührungen und den Hundesalon kennenlernt, desto selbstverständlicher kann Fellpflege später zu seinem Alltag gehören.

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