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Das Deckhaar
Das längere Deckhaar bildet die äußere Fellschicht. Besonders an Brust, Bauch, Beinen und Rute entstehen längere Fellpartien, die regelmäßig durchgekämmt und auf Knoten kontrolliert werden sollten.
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Hunderassen & Felltypen
Das Fell des Golden Retrievers besteht aus längerem Deckhaar und dichter Unterwolle. Diese Kombination schützt den Hund, bringt aber auch einen besonderen Pflegebedarf mit sich – vor allem während des Fellwechsels.
Regelmäßiges Bürsten und gründliches Durcharbeiten des Fells helfen dabei, lose Haare und gelöste Unterwolle zu entfernen. Gleichzeitig lassen sich Knoten, verdichtete Fellbereiche und typische Problemstellen frühzeitig erkennen.
Doppelfell verstehen
Beim Golden Retriever arbeiten Deckhaar und Unterwolle zusammen. Deshalb sollte bei der Fellpflege nicht nur die sichtbare Oberfläche betrachtet werden – entscheidend ist auch, was sich darunter im dichten Haarkleid befindet.
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Das längere Deckhaar bildet die äußere Fellschicht. Besonders an Brust, Bauch, Beinen und Rute entstehen längere Fellpartien, die regelmäßig durchgekämmt und auf Knoten kontrolliert werden sollten.
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Unter dem Deckhaar befindet sich die dichtere, weichere Unterwolle. Sie verändert sich im Jahresverlauf und kann sich während des Fellwechsels verstärkt aus dem Haarkleid lösen.
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Besonders in Phasen stärkeren Fellwechsels kann sich viel gelöste Unterwolle im Fell befinden. Dann reicht ein oberflächliches Bürsten häufig nicht aus, um das dichte Haarkleid gründlich durchzuarbeiten.
Deckhaar und Unterwolle erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die Pflege sollte deshalb darauf ausgerichtet sein, lose Haare und gelöste Unterwolle herauszuarbeiten, Knoten zu vermeiden und die natürliche Fellstruktur zu erhalten.
Mehr als oberflächlich bürsten
Von außen kann das Fell eines Golden Retrievers gepflegt wirken, obwohl sich darunter bereits viel lose Unterwolle oder verdichtetes Fell befindet.
Deshalb sollte das Haarkleid abschnittsweise kontrolliert und mit geeigneten Pflegewerkzeugen gründlich durchgearbeitet werden. Dabei geht es nicht darum, möglichst viel Unterwolle zu entfernen, sondern bereits gelöstes Haar schonend aus dem Fell herauszuarbeiten.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen längere Fellpartien sowie Bereiche, an denen Bewegung, Feuchtigkeit und Reibung zusammentreffen. Dort können sich schneller Knoten oder verdichtete Stellen entwickeln.
Doppelfell & Unterwolle
Die weiche, dichte Unterwolle ist ein natürlicher Bestandteil des Fells beim Golden Retriever. Zusammen mit dem längeren Deckhaar bildet sie das typische Doppelfell und verändert sich abhängig von Jahreszeit und individuellem Fellzustand.
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Die Unterwolle bildet die dichtere Schicht unter dem längeren Deckhaar. Sie sollte deshalb nicht grundsätzlich als überflüssiges Fell betrachtet oder möglichst stark reduziert werden.
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Im Jahresverlauf kann sich die Menge und Dichte der Unterwolle verändern. Besonders während des Fellwechsels lösen sich vermehrt Haare, die anschließend im übrigen Fell hängen bleiben können.
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Bereits gelöste Unterwolle kann das dichte Fell zusätzlich verdichten. Durch regelmäßige und passende Fellpflege lässt sie sich schonend aus dem Haarkleid herausarbeiten.
Gerade beim Golden Retriever kann sich gelöstes Haar unter dem Deckhaar sammeln. Wird das Fell nicht ausreichend durchgearbeitet, können dichte Bereiche entstehen, obwohl das Haarkleid von außen noch ordentlich aussieht.
Fellzustand richtig beurteilen
Während des Fellwechsels fällt häufig auf, dass sich weiche Haarbüschel aus dem Fell lösen oder beim Streicheln und Bürsten deutlich mehr Haare als sonst herauskommen.
Gleichzeitig kann sich das Fell stellenweise dichter, unruhiger oder weniger locker anfühlen. Besonders an Bereichen mit viel Unterwolle lohnt es sich, das Haarkleid mit den Fingern zu teilen und nicht nur die sichtbare Oberfläche zu betrachten.
Ziel der Pflege ist nicht, möglichst große Mengen Fell herauszuholen. Entscheidend ist, gelöstes Haar zu erkennen und mit einer zum Fell passenden Technik schonend herauszuarbeiten.
Bürsten & Durcharbeiten
Ein Golden Retriever sollte regelmäßig gebürstet und sein dichtes Fell gründlich kontrolliert werden. Wie häufig das notwendig ist, hängt vom individuellen Fell, der Menge an Unterwolle und davon ab, ob sich der Hund gerade im Fellwechsel befindet.
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In ruhigeren Fellphasen steht vor allem die regelmäßige Kontrolle im Vordergrund. Lose Haare werden entfernt und längere Fellpartien durchgekämmt, bevor sich dort kleine Knoten bilden können.
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Löst sich verstärkt Unterwolle, kann deutlich häufigeres Bürsten sinnvoll sein. So wird bereits loses Haar schrittweise aus dem dichten Fell herausgearbeitet, statt sich über längere Zeit darin anzusammeln.
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Besonders bei längerem Fell lohnt sich nach Wald, Wiesen oder nassem Wetter ein kurzer Blick auf Beine, Bauch, Brust und Rute. Pflanzenteile, Schmutz und kleine Verknotungen lassen sich so früh erkennen.
Kommt beim Bürsten plötzlich deutlich mehr weiche Unterwolle heraus oder fühlt sich das Fell dichter und weniger locker an, kann das ein Zeichen dafür sein, die Pflegerunden vorübergehend häufiger einzuplanen.
Gründlichkeit statt nur Oberfläche
Gerade beim Golden Retriever kann die äußere Fellschicht einen gepflegten Eindruck machen, während sich darunter bereits gelöste Unterwolle befindet.
Teilen Sie das Fell deshalb bei der Pflege in kleinere Bereiche und arbeiten Sie diese nacheinander durch. Dabei sollte nicht kräftig gezogen oder versucht werden, möglichst viel Fell auf einmal herauszuholen.
Längere Fellpartien an Brust, Beinen, Bauch und Rute sollten zusätzlich mit einem geeigneten Kamm kontrolliert werden. So lassen sich kleine Knoten erkennen, die beim reinen Bürsten möglicherweise unbemerkt bleiben.
Saisonale Fellpflege
Während des Fellwechsels kann ein Golden Retriever deutlich mehr Haare verlieren als sonst. Besonders die dichte Unterwolle löst sich verstärkt und sollte regelmäßig aus dem übrigen Fell herausgearbeitet werden.
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Wenn sich viel Unterwolle löst, können kürzere und häufigere Pflegerunden sinnvoll sein. So wird loses Haar nach und nach entfernt, bevor es sich im dichten Fell ansammelt.
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Das längere Deckhaar kann verdecken, wie viel gelöste Unterwolle sich darunter befindet. Teilen Sie das Fell deshalb abschnittsweise und kontrollieren Sie auch die tieferen Fellbereiche.
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Eine große Menge ausgekämmter Haare ist nicht automatisch ein Zeichen besonders guter Fellpflege. Herausgearbeitet werden sollte vor allem Unterwolle, die sich bereits gelöst hat.
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Brust, Bauch, Beine und Rute benötigen weiterhin Aufmerksamkeit. Dort können sich lose Haare mit längerem Fell verbinden und kleine Knoten oder verdichtete Bereiche bilden.
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Wird das dichte Fell bei Regen, Baden oder Schwimmen nass, sollte es anschließend sorgfältig getrocknet werden. Besonders während des Fellwechsels lohnt sich danach eine erneute Kontrolle der Unterwolle.
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Wie intensiv ein Golden Retriever haart, kann sich von Hund zu Hund und von Fellwechsel zu Fellwechsel unterscheiden. Der tatsächliche Fellzustand sollte deshalb den Pflegerhythmus bestimmen.
Wenn große Mengen Unterwolle ausfallen, kann der Wunsch entstehen, das Fell einfach deutlich zu kürzen. Beim Doppelfell sollte jedoch zuerst die gelöste Unterwolle gründlich herausgearbeitet und der tatsächliche Fellzustand beurteilt werden.
Wenn Bürsten allein nicht mehr reicht
Während eines starken Fellwechsels kann sich so viel Unterwolle lösen, dass die Pflege zu Hause deutlich aufwendiger wird. Besonders bei sehr dichtem Fell lässt sich nicht immer leicht erkennen, welche Bereiche bereits vollständig durchgearbeitet sind.
Eine professionelle Fellpflege kann dabei unterstützen, gelöste Unterwolle systematisch aus dem Haarkleid herauszuarbeiten und gleichzeitig längere Fellpartien auf Knoten und Verdichtungen zu kontrollieren.
Das kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn trotz regelmäßigen Bürstens immer wieder große Mengen loser Unterwolle im Fell verbleiben oder sich einzelne Bereiche zunehmend dicht und schwer durchkämmbar anfühlen.
Knoten & Problemstellen
Nicht alle Bereiche des Golden-Retriever-Fells benötigen gleich viel Pflege. Besonders dort, wo längeres Fell, Bewegung, Feuchtigkeit und Reibung zusammentreffen, können sich lose Haare sammeln und kleine Knoten entstehen.
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Das feinere Fell rund um die Ohren kann sich leichter verknoten. Kontrollieren Sie diese Bereiche regelmäßig mit den Fingern und anschließend vorsichtig mit einem geeigneten Kamm.
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Die längere Befederung an Hals und Brust kommt häufig mit Halsband oder Geschirr in Kontakt. Durch Bewegung und Reibung können sich dort lose Haare miteinander verbinden und verdichten.
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Unter den Vorderbeinen treffen dichtes Fell und ständige Bewegung aufeinander. Kleine Knoten bleiben hier leicht unbemerkt, wenn beim Bürsten nur die sichtbaren Fellpartien bearbeitet werden.
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Längeres Fell an Bauch und Hinterläufen kann Schmutz, Pflanzenteile und Feuchtigkeit aufnehmen. Diese Bereiche sollten besonders nach Spaziergängen regelmäßig kontrolliert und durchgekämmt werden.
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Die lange, dichte Befederung der Rute kann oberflächlich locker aussehen, obwohl sich darunter bereits kleinere Knoten befinden. Arbeiten Sie auch diesen Bereich abschnittsweise durch.
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An den Pfoten können sich Schmutz, kleine Zweige, Pflanzenteile oder verknotete Haare festsetzen. Ein kurzer Pfotencheck nach dem Spaziergang hilft, solche Stellen früh zu entdecken.
Besonders bei dichtem oder längerem Fell lohnt es sich, Problemstellen nicht erst dann zu kontrollieren, wenn die Bürste hängen bleibt. Fahren Sie bei der regelmäßigen Pflege auch mit den Fingern durch das Fell und achten Sie auf kleine Verdichtungen.
Nach dem Spaziergang
Golden Retriever sind häufig gerne draußen unterwegs. Gerade nach Wald, Wiese, Regen oder einem Bad können sich im längeren Fell Dinge verstecken, die später zu Problemen führen.
Kontrollieren Sie deshalb besonders Beine, Bauch, Brust, Rute und Pfoten. Kleine Pflanzenteile oder Schmutz lassen sich meist wesentlich einfacher entfernen, solange sie sich noch nicht tief im Fell festgesetzt haben.
Ist das Fell nass geworden, sollte es anschließend gründlich getrocknet werden. Danach lässt sich besser beurteilen, ob alle längeren Fellpartien wieder locker und ohne starken Widerstand durchkämmbar sind.
Baden & Trocknen
Das dichte Fell eines Golden Retrievers kann beim Baden viel Wasser aufnehmen. Besonders die Unterwolle benötigt anschließend Zeit zum Trocknen. Deshalb gehören gründliches Ausspülen, schonendes Abtrocknen und vollständiges Trocknen zu einer sorgfältigen Fellpflege.
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Kontrollieren Sie das Fell vor dem Waschen auf lose Unterwolle, kleine Knoten und verdichtete Bereiche. Besonders längere Fellpartien sollten bereits vor dem Baden gut durchkämmbar sein.
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Durch Deckhaar und Unterwolle braucht es etwas Zeit, bis Wasser tatsächlich alle Fellbereiche erreicht. Arbeiten Sie deshalb systematisch und achten Sie darauf, dass nicht nur die Oberfläche nass wird.
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Shampoo sollte sorgfältig aus dem gesamten Haarkleid ausgespült werden. Gerade im dichten Doppelfell können Rückstände leicht übersehen werden, wenn nur oberflächlich gespült wird.
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Starkes Reiben mit dem Handtuch kann besonders längere Fellpartien miteinander verwirren. Nehmen Sie die Feuchtigkeit stattdessen möglichst schonend auf.
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Das Deckhaar kann bereits trocken erscheinen, während tiefere Fellbereiche noch feucht sind. Kontrollieren Sie deshalb beim Trocknen immer wieder, ob auch die dichte Unterwolle ausreichend getrocknet ist.
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Ist das Fell vollständig trocken, sollte es noch einmal gründlich durchgearbeitet werden. So lässt sich prüfen, ob lose Haare, gelöste Unterwolle oder kleine Knoten zurückgeblieben sind.
Dichtes Doppelfell trocknet nicht überall gleich schnell. Deshalb sollte nicht allein nach der Oberfläche beurteilt werden, ob das Fell bereits vollständig trocken ist. Kontrollieren Sie auch die tieferen Fellbereiche.
Wasserliebender Hund
Viele Golden Retriever sind gerne im Wasser unterwegs. Für die Fellpflege macht es jedoch keinen großen Unterschied, ob das Haarkleid beim Baden, Schwimmen oder bei einem ausgiebigen Spaziergang im Regen nass geworden ist.
Besonders dicht behaarte Bereiche sollten anschließend kontrolliert und bei Bedarf gründlich getrocknet werden. Gleichzeitig können Sie überprüfen, ob sich Schmutz, kleine Zweige oder Pflanzenteile im längeren Fell festgesetzt haben.
Während des Fellwechsels lohnt sich diese Kontrolle besonders. Feuchtes Fell und große Mengen bereits gelöster Unterwolle können es schwieriger machen, den tatsächlichen Fellzustand auf den ersten Blick einzuschätzen.
Scheren & Kürzen
Ein Golden Retriever besitzt ein natürliches Doppelfell aus Deckhaar und Unterwolle. Anders als beispielsweise beim Pudel wächst dieses Fell nicht einfach kontinuierlich weiter und benötigt deshalb normalerweise keine regelmäßige Komplettschur.
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Deckhaar und Unterwolle bilden gemeinsam das typische Haarkleid des Golden Retrievers. Bei der normalen Fellpflege steht deshalb der Erhalt dieser natürlichen Fellstruktur im Vordergrund.
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Wirkt das Fell besonders dicht oder verliert der Hund große Mengen Haare, ist häufig gelöste Unterwolle das eigentliche Thema. Diese sollte passend zum Fell herausgearbeitet werden, statt das gesamte Haarkleid einfach kurz zu scheren.
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Einzelne längere Fellpartien können bei Bedarf sauber geformt und angepasst werden. Dazu gehören beispielsweise Befederungen und Bereiche an Pfoten oder Konturen, wenn dies für ein gepflegtes Gesamtbild sinnvoll ist.
Gerade während des Fellwechsels kann das Haarkleid sehr voluminös wirken. Häufig ist dann eine gründliche Unterwollpflege die passendere Maßnahme. Bereits gelöste Unterwolle wird herausgearbeitet, während die natürliche Fellstruktur erhalten bleibt.
Pudel oder Golden Retriever?
Der Unterschied zwischen Pudel und Golden Retriever zeigt besonders gut, warum die Fellstruktur über die passende Pflegemethode entscheidet.
Das lockige Fell des Pudels wächst kontinuierlich und muss regelmäßig gekürzt werden. Beim Golden Retriever besteht das Haarkleid dagegen aus Deckhaar und Unterwolle und durchläuft einen natürlichen Fellwechsel.
Deshalb lässt sich die Pflegeroutine einer Rasse nicht einfach auf eine andere übertragen. Entscheidend ist immer, welche Fellstruktur tatsächlich vorliegt und welchen Pflegebedarf der einzelne Hund mitbringt.
Pflege zu Hause
Regelmäßige Pflege zu Hause hilft dabei, das dichte Fell Ihres Golden Retrievers zwischen zwei Salonterminen gut durchgearbeitet zu halten. Dabei geht es nicht darum, professionelle Fellpflege zu ersetzen, sondern Veränderungen früh zu erkennen und lose Haare, Schmutz und kleine Knoten rechtzeitig zu entfernen.
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Bürsten Sie nicht nur über das sichtbare Deckhaar. Arbeiten Sie das Fell abschnittsweise durch und achten Sie darauf, ob sich darunter bereits gelöste Unterwolle angesammelt hat.
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Längere Fellpartien an Brust, Bauch, Beinen und Rute sollten zusätzlich sorgfältig durchgekämmt werden. Kleine Knoten lassen sich so erkennen, bevor daraus festere Verfilzungen entstehen.
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Hinter den Ohren und unter den Vorderbeinen entstehen durch feineres Fell, Bewegung und Reibung leichter verknotete Stellen. Ein regelmäßiger kurzer Check lohnt sich deshalb besonders.
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Kontrollieren Sie nach Wald und Wiese besonders Beine, Bauch, Brust, Rute und Pfoten. Pflanzenteile, kleine Zweige und Schmutz lassen sich früh meist wesentlich leichter aus dem Fell entfernen.
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Nach Regen oder Schwimmen sollte das dichte Doppelfell nicht nur oberflächlich trocknen. Kontrollieren Sie auch die Unterwolle und arbeiten Sie das vollständig getrocknete Fell anschließend noch einmal durch.
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Lösen sich plötzlich deutlich mehr weiche Haare oder wirkt das Fell dichter als sonst, kann eine intensivere Fellwechselphase begonnen haben. Dann lässt sich die Pflegeroutine vorübergehend entsprechend anpassen.
Wer das Fell regelmäßig kontrolliert, erkennt meist früh, wenn sich Unterwolle löst, kleine Knoten entstehen oder sich Fremdkörper im längeren Fell festgesetzt haben. Dadurch bleibt die Pflege überschaubar und Problemstellen können rechtzeitig bearbeitet werden.
Frühzeitig reagieren
Nicht jede Fellpflege muss zu Hause gelöst werden. Wenn sich das Fell trotz regelmäßigen Bürstens zunehmend dicht anfühlt oder große Mengen gelöster Unterwolle zurückbleiben, kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein.
Das gilt auch für feste Knoten oder Verfilzungen, die sich nicht ohne Ziehen lösen lassen. Starkes Bürsten oder wiederholtes Arbeiten an derselben Stelle kann für den Hund unangenehm werden.
Je früher solche Veränderungen auffallen, desto einfacher lässt sich beurteilen, welche Pflege tatsächlich benötigt wird. Besonders während eines starken Fellwechsels kann ein zusätzlicher Pflegetermin sinnvoller sein, als bis zum nächsten regulären Termin zu warten.
Häufige Fragen
Bürsten, Unterwolle, Fellwechsel oder Scheren: Rund um die Fellpflege des Golden Retrievers entstehen viele praktische Fragen. Hier finden Sie die wichtigsten Antworten kompakt zusammengefasst.
Ein Golden Retriever sollte regelmäßig gebürstet werden. Wie häufig das notwendig ist, hängt von Fellzustand, Unterwolldichte und Jahreszeit ab. Während eines starken Fellwechsels können häufigere Pflegerunden sinnvoll sein.
Wichtig ist, nicht nur über das Deckhaar zu bürsten. Das dichte Fell sollte abschnittsweise bis in die Tiefe kontrolliert und längere Fellpartien zusätzlich durchgekämmt werden.
Golden Retriever besitzen ein Doppelfell aus Deckhaar und Unterwolle und können entsprechend viele Haare verlieren. Besonders während des Fellwechsels kann sich deutlich mehr Unterwolle lösen als in ruhigeren Fellphasen.
Wie stark ein einzelner Hund haart, kann jedoch unterschiedlich sein. Deshalb ist der tatsächliche Fellzustand wichtiger als eine pauschale Einschätzung allein nach der Rasse.
Bei vielen Hunden verändert sich das Fell besonders im Zusammenhang mit den jahreszeitlichen Übergängen. Wie deutlich und zu welchem Zeitpunkt der Fellwechsel ausfällt, kann beim einzelnen Golden Retriever jedoch unterschiedlich sein.
Ein deutlich stärkerer Haarverlust, sichtbare weiche Haarbüschel und vermehrt gelöste Unterwolle sind typische Hinweise darauf, dass das Fell gerade intensiver gewechselt wird.
Bei der Unterwollpflege geht es nicht darum, möglichst viel Fell zu entfernen. Bereits gelöste Unterwolle sollte mit einer zum Fell passenden Technik schonend aus dem Haarkleid herausgearbeitet werden.
Besonders während des Fellwechsels sollte auch unter dem längeren Deckhaar kontrolliert werden, ob sich dort größere Mengen loser Unterwolle angesammelt haben.
Für die normale Fellpflege benötigt ein Golden Retriever in der Regel keine regelmäßige Komplettschur. Sein Haarkleid besteht aus Deckhaar und Unterwolle und sollte entsprechend seiner natürlichen Fellstruktur gepflegt werden.
Bei viel losem Fell ist häufig eine gründliche Unterwollpflege sinnvoller als das pauschale Kürzen des gesamten Haarkleids. Besondere individuelle oder tierärztliche Gründe können selbstverständlich eine andere Vorgehensweise erforderlich machen.
Einzelne längere Fellpartien und Konturen können bei Bedarf gepflegt und angepasst werden. Dazu können beispielsweise Befederungen oder Fellbereiche an den Pfoten gehören.
Dabei sollte die natürliche Fellstruktur des Golden Retrievers berücksichtigt werden. Ein gezieltes Formen einzelner Bereiche ist etwas anderes als eine vollständige Kurzschur.
Ein fester Badeplan ist nicht notwendig. Wie häufig ein Bad sinnvoll ist, richtet sich unter anderem nach Verschmutzung, Fellzustand und individuellem Pflegebedarf.
Nach dem Baden ist besonders wichtig, das dichte Fell gründlich auszuspülen und vollständig bis in die Unterwolle zu trocknen.
Das dichte Doppelfell kann viel Feuchtigkeit aufnehmen und benötigt entsprechend Zeit zum vollständigen Trocknen. Gerade die Unterwolle kann noch feucht sein, obwohl das Deckhaar bereits trockener wirkt.
Nach Schwimmen oder starkem Regen sollte das Fell deshalb gründlich kontrolliert und sorgfältig getrocknet werden.
Einen für jeden Golden Retriever passenden festen Salonrhythmus gibt es nicht. Entscheidend sind Fellzustand, Menge der Unterwolle, Fellwechsel und die Pflege, die zwischen den Terminen zu Hause durchgeführt wird.
Professionelle Fellpflege kann besonders während eines starken Fellwechsels sinnvoll sein, wenn sich viel Unterwolle gelöst hat oder das dichte Fell zu Hause zunehmend schwer durchzuarbeiten ist.
Stärkeres Haaren kann insbesondere während des Fellwechsels auftreten. Dann kann es sinnvoll sein, die Bürstenroutine vorübergehend zu intensivieren und bereits gelöste Unterwolle regelmäßig herauszuarbeiten.
Verändert sich das Fell oder der Haarverlust jedoch ungewöhnlich stark oder bestehen weitere Auffälligkeiten, sollte nicht automatisch von einem normalen Fellwechsel ausgegangen werden.
Golden Retriever im Pfötle Paradies
Dichte Unterwolle, starker Fellwechsel oder längere Fellpartien, die sich zunehmend schwer durchkämmen lassen: Elke schaut sich den aktuellen Fellzustand Ihres Golden Retrievers an und stimmt die Pflege individuell darauf ab.
Gutes Doppelfell braucht nicht möglichst wenig Fell.
Entscheidend ist, gelöste Unterwolle herauszuarbeiten,
längere Fellpartien gut durchkämmbar zu halten und die
natürliche Fellstruktur zu berücksichtigen.
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